In Mixed-Use-Immobilien vereinen sich verschiedene Nutzungsformen unter einem Dach – etwa Wohnen, Büros, Einzelhandel und Freizeit. Bereits zwischen 2017 und 2018 verdoppelte sich ihr Marktanteil am Transaktionsvolumen von 5 auf 11 Prozent – ein früher Beleg für einen Trend, der angesichts der Erholung des deutschen Immobilienmarkts seit 2025 bis heute anhält. Für Investoren bieten Mixed-Use-Objekte durch breite Risikostreuung stabilen Cashflow; intelligente Mobilitätskonzepte mit Parkraum, ÖPNV und Sharing-Modellen sind zentral für ihren Erfolg.
Was sind Mixed-Use-Immobilien?
Mixed-Use-Immobilien, auch gemischt genutzte Immobilien genannt, vereinen unterschiedliche Nutzungsarten wie Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit in einem Gebäude oder Quartier. Dieses Konzept gewinnt in der Immobilienbranche zunehmend an Bedeutung, da es auf die wachsende Nachfrage nach urbanen, lebendigen Standorten reagiert.
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Warum sind Mixed-Use-Immobilien eine aufstrebende Assetklasse?
Der Anteil von Mixed-Use-Immobilien am gesamten Immobilien-Transaktionsvolumen stieg bereits zwischen 2017 und 2018 deutlich – von rund 5 auf etwa 11 Prozent. Diese frühen Zahlen markierten den Beginn eines Trends, der bis heute anhält: Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt insgesamt hat sich 2025 mit einem Transaktionsvolumen von rund 284 Milliarden Euro (plus 17,5 Prozent gegenüber 2024) deutlich erholt, und Mixed-Use-Objekte in guten Innenstadtlagen zählen weiterhin zu den gefragten Segmenten. Für Investoren sind diese Immobilien besonders attraktiv, da sich unterschiedliche Nutzungsarten in einem Objekt bündeln lassen. Das ermöglicht eine breite Risikostreuung: Schwächelt eine Nutzungsart, etwa der Einzelhandel, können andere Bereiche wie Wohnen oder Büros das Objekt stabilisieren.
Was ist ein Urbanes Gebiet in der Stadtplanung?
Seit 2017 gibt es in Deutschland die planungsrechtliche Kategorie „Urbanes Gebiet". Sie wurde eingeführt, um eine höhere bauliche Dichte und eine größere Nutzungsvielfalt im städtischen Raum zu ermöglichen, als dies in klassischen Wohn- oder Gewerbegebieten der Fall ist. Damit reagiert der Gesetzgeber auf den wachsenden Bedarf, Wohnen und Arbeiten näher zusammenzubringen und Flächen effizienter zu nutzen. Dabei müssen Bauherren weiterhin die jeweils geltende Stellplatzverordnung beachten, wenn es um die Anzahl nachzuweisender Stellplätze geht.
Wie sieht Mobilität im Urbanen Quartier aus?
Die Mobilität ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Mixed-Use-Immobilien. Da unterschiedliche Nutzergruppen – Bewohner, Beschäftigte, Kunden und Besucher – gleichzeitig im selben Quartier unterwegs sind, braucht es durchdachte Konzepte für den ruhenden und fließenden Verkehr. Dazu zählen ausreichend Parkraum für unterschiedliche Nutzungszeiten, eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie moderne Sharing-Angebote wie Carsharing oder Fahrradverleihsysteme. Intelligente Parkraummanagementsysteme können dabei helfen, die vorhandenen Stellplätze effizient zwischen den unterschiedlichen Nutzungsarten aufzuteilen und Auslastungsspitzen zu vermeiden.
Welchen Mehrwert bieten Mixed-Use-Immobilien?
Mixed-Use-Immobilien bieten sowohl für Investoren als auch für Städte einen erheblichen Mehrwert: Sie schaffen lebendige, durchmischte Quartiere, reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Nutzungsarten und tragen so zu stabileren Erträgen bei. Voraussetzung für den langfristigen Erfolg ist ein durchdachtes Mobilitätskonzept, das Parken, ÖPNV und Sharing-Modelle sinnvoll miteinander verbindet.
Häufig gestellte Fragen zu Mixed-Use-Immobilien
Was sind die Hauptnutzungsformen von Mixed-Use-Immobilien?Vor allem Büros, Wohnflächen, Shoppingzentren, Bildungseinrichtungen und Hotels, ergänzt um unterstützende Gewerbeformen wie Gastronomie und Dienstleistungen.
Warum sind Mixed-Use-Immobilien für Investoren interessant?
Weil sie durch ihre unterschiedlichen Nutzungsarten eine breite Risikostreuung ermöglichen und Schwankungen einzelner Marktsegmente abfedern.
Was ist ein „Urbanes Gebiet"?
Eine seit 2017 bestehende planungsrechtliche Kategorie, die eine hohe bauliche Dichte und Nutzungsvielfalt im städtischen Raum ermöglicht.
Welche Rolle spielt Parken in Mixed-Use-Immobilien?
Parkhäuser und Tiefgaragen nehmen den ruhenden Verkehr auf, steigern die Aufenthaltsqualität und lassen sich mit Sharing-Modellen zu Mobilitätshubs weiterentwickeln.
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