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Shared Parking – Ein Mobilitätskonzept, das allen hilft

Die Zahl der Erstzulassungen von Fahrzeugen in Deutschland nimmt nicht ab. Im Jahr 2019 wurden 3,6 Millionen neue Pkws zugelassen. Dies entspricht in etwa dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren. Nur das Jahr 2009 hatte mit einer Summe von 3,81 Millionen mehr Zulassungen, die beliebtesten Fahrzeugklassen waren Kompaktwagen und SUVs.  Besonders die Geländewagen benötigen […]

Die Zahl der Erstzulassungen von Fahrzeugen in Deutschland nimmt nicht ab. Im Jahr 2019 wurden 3,6 Millionen neue Pkws zugelassen. Dies entspricht in etwa dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren. Nur das Jahr 2009 hatte mit einer Summe von 3,81 Millionen mehr Zulassungen, die beliebtesten Fahrzeugklassen waren Kompaktwagen und SUVs. 

Besonders die Geländewagen benötigen viel Platz auf Straßen und Parkplätzen. Im innerstädtischen Raum, wo zunehmend Parkplatznot herrscht, bedeutet das eine weitere Hürde, die es zu meistern gilt.  Politik und Wirtschaft arbeiten an Mobilitätskonzepten, die die Straßen entlasten und die verfügbaren Parkplätze optimal ausnutzen. Ein Konzept, welches eine große Hilfe bei der Bewältigung des Problems sein kann, ist Shared Parking.

Das Grundprinzip von Shared Parking 

Das Konzept von Shared Parking beruht auf der gleichen Grundlage wie das Car-Sharing. Ein Parkplatz, der für eine gewisse Zeit nicht in Gebrauch ist, wird von seinem Besitzer anderen Autofahrern zur Verfügung gestellt. Dies können sowohl Privatpersonen in Wohngebieten als auch Unternehmen mit eigenen Mitarbeiterparkplätzen sein. 

Besonders für Betriebe ist Shared Parking in vielerlei Hinsicht ein interessantes Konzept.
Noch immer werden 85 % aller Mitarbeiterparkplätze aufgrund veralteter Vergabeverfahren nicht optimal ausgelastet. Weist ein Arbeitgeber seine Parkplätze nach dem „first-come first-serve“ Prinzip zu, werden neue Mitarbeiter ab dem ersten Arbeitstag benachteiligt. Dies führt zu einem Gefühl einer geringen Wertschätzung und kann sich schnell auf das Arbeitsklima und die Motivation auswirken. 

Darüber hinaus ist die feste Stellplatzvergabe wenig rentabel für das Unternehmen, da aufgrund von Homeoffice, Urlaub oder Geschäftsreisen nicht jeder Parkplatz zu jeder Zeit komplett genutzt wird. Oftmals stehen die vergebenen Parkflächen frei, während andere Mitarbeiter auf den umliegenden Straßen parken müssen. 

Gleichbehandlung bei der Vergabe von Parkplätzen

Durch Shared Parking ist es dem Arbeitgeber möglich, die Stellflächen so zu vergeben, dass eine nahezu vollständige Auslastung aller Stellflächen gewährleistet ist. Wird ein Parkplatz an einem Tag nicht belegt, weil sich der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin beispielsweise im Homeoffice befindet, kann jemand anderes an diesem Tag den Stellplatz nutzen. 

Ebenso funktioniert das System für Unternehmen mit Schichtbetrieben. Kolleginnen und Kollegen aus Nacht-, Früh- und Spätschicht können sich bei der Belegung der Parkplätze abwechseln, da sie die jeweiligen Stellflächen nur innerhalb der eigenen Arbeitszeit benötigen, während die Arbeitnehmer aus den anderen Schichten noch Zuhause sind. 

Somit wird niemand bevorzugt und jeder erhält dich gleiche Chance auf einen Parkplatz. 

Mehr Vorteile für den Arbeitgeber

Durch eine Shared Parking Strategie gelingt es dem Arbeitgeber somit ein angenehmes Betriebsklima zu erhalten, bei denen sich alle Mitarbeiter, unabhängig der Firmenzugehörigkeit, wertgeschätzt fühlen. Jedoch ist dies nicht der einzige Vorteil für die Chefetage. 

Mit dieser Parkraumbewirtschaftung ist es jedem Mitarbeiter möglich einen Parkplatz auf Zeit zu reservieren. Dies führt zu einer Mehrfachbelegung der Parkplätze, in Summe zu höheren Einnahmen von Mietkosten und somit zu einem höheren Gesamtumsatz des Unternehmens. 

ParkHere hilft bei der Organisation

Eine Bewirtschaftung des firmeneigenen Parkraums nach dem Shared Parking Konzept stellt jedes Unternehmen vor die Frage, wie man dieses System in den Alltag der Mitarbeiter integriert. ParkHere hat sich die intelligente Parkraumbewirtschaftung zur Aufgabe gemacht und unterstützt Firmen bei der Integration von Systemen, die Shared Parking ermöglichen. 

Das ParkHere Komplettsystem beinhaltet beispielsweise alle nötigen Komponenten, die es braucht, um den firmeneigenen Parkplatz bestmöglich auszulasten. 

  • Über das Dashboard ist es dem Unternehmen möglich die kompletten Parkraumdaten zu erfassen, zu verwalten und zu analysieren. So sind beispielsweise Echtzeitdaten über die einfahrenden und ausfahrenden Fahrzeuge zu jeder Zeit einsehbar. Darüber hinaus können Buchungen vollzogen und Kontodaten angelegt werden.
  • Über das Reservierungssystem mit eigener App können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Profil samt Kennzeichendaten anlegen und einen Parkplatz zur gewünschten Zeit reservieren, buchen und sogar bezahlen. 
  • Das intelligente Terminal an der Einfahrt des Parkplatzes erkennt die Kennzeichendaten des Fahrzeugs, gleicht die mit den hinterlegten Daten im System ab und öffnet in Echtzeit die Schranke. 

Abbildung 1: Das Dashboard, die App und das Terminal

Bewirtschaftung von öffentlichen Stellflächen

Das Konzept des Teilens von Parkplätzen lässt sich auch im öffentlichen Raum anwenden. Letzten Endes sind öffentliche Parkplätze für jedes Fahrzeug kostenlos oder kostenpflichtig nutzbar. Jedoch wird in deutschen Städten nicht darauf hingewiesen, ob und wo genau sich freie oder belegte Stellflächen befinden. Die Fahrzeughalter sind daher immer gezwungen nach freien Parkplätzen zu suchen. Die Bezahlung solcher Parkplätze findet üblicherweise noch immer über Ticketautomaten statt. 

Shared Parking beruht auf technische Innovationen, die bei der Suche und Vergabe von Parkflächen helfen. Um die Bewirtschaftung von öffentlichen Parkplätzen zu optimieren, müssen Fahrerinnen und Fahrer mobil und in ihrem Auto erreicht werden, um sie zu den freien Stellflächen zu führen. 

PARCO – Eine App, die es braucht

Anbieter solcher Systeme gibt es schon auf dem Markt. PARCO ist beispielsweise eine App, die genau die Probleme der Suche nach öffentlichen Parkplätzen angeht und löst. Die Nutzer der App können freie Parkflächen am Straßenrand und in Parkhäusern in der App einsehen und sich auf kürzestem Weg dorthin navigieren lassen. 

Die Bezahlung erfolgt ebenfalls über die App. Alles, was der Fahrer oder die Fahrerin dafür tun muss, ist seine oder ihre Kennzeichendaten in der App zu hinterlegen. Zum Parken bestätigt man die Parkzone im Smartphone und trägt die gewünschte Parkzeit (bis zur maximalen vorgeschrieben Parkzeit des jeweiligen Platzes) ein. Daraufhin startet automatisch die Parkuhr, die man aber bequem verlängern kann, sollte die Parkdauer zu knapp kalkuliert worden sein. In einigen deutschen Städten ist zur Überprüfung der Parkzeit noch eine Vignette erforderlich, die auf der PARCO Website heruntergeladen werden kann. 

Sollte die Parkdauer doch nicht so lang dauern, wie anfangs angegeben, kann man den Vorgang vorher abbrechen – so wird lediglich die tatsächliche Parkdauer berechnet.  

Abildung 2: Die PARCO App vereinfacht die Suche nach öffentlichen Parkplätzen

Anwohnerparken – der große Nutzen

Anwohner in unmittelbarer Nähe von Betrieben mit großen Firmenparkplätzen könnten ebenfalls vom Shared Parking Konzept profitieren, da sich dort das öffentliche Parken mit den Mitarbeiterparkplätzen der benachbarten Unternehmen verbinden lässt. 

Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer können ihre firmeneigenen Stellflächen an Bewohner aus der Nachbarschaft vermieten, wenn diese außerhalb der Geschäftszeiten, beispielsweise während der Wochenenden oder Betriebsferien, nicht gebraucht werden. 

Den Pkw-Fahrern stehen mit Apps, wie PARCO, die nötigen technischen Hilfsmittel schon zur Verfügung, mit denen sich die Stellflächen per Knopfdruck reservieren und bezahlen lassen. Somit entfällt die lange Suche nach einem freien Parkplatz, was zu weniger Staus auf den Straßen führt und sich wiederum positiv auf die Luftqualität der Stadt auswirkt.

Die Unternehmen generieren durch die Vermietung weitere Einnahmen, ohne die freie Platzwahl der eigenen Mitarbeiter zu gefährden. Mit dem Geld ließen sich weitere Mobilitätskonzepte finanzieren, die das gemeinschaftliche Parken erleichtern. Eine Situation, die beiden Parteien des Szenarios enorme Vorteile verschafft. 

Fazit – Synergien sind die Zukunft

Innovative Mobilitätskonzepte, wie Shared Parking, werden ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Stadt- und Straßenplanungen sein. 

Unternehmen, die ihre Parkplätze zu bestimmten Zeiten der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, Apps, die die Suche nach freien Parkflächen erleichtern und Politiker, die sich für neue Techniken der Parkraumbewirtschaftung öffnen, werden Synergien entwickeln und einen erheblichen Anteil an der Mobilität der Zukunft haben – eine Zukunft mit weniger Suchverkehr und reinerer Luft. 

ihre-parksituation

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74433/umfrage/neuzulassungen-von-pkw-in-deutschland/#:~:text=J%C3%A4hrliche%20Neuzulassungen%20von%20Pkw%20in%20Deutschland%20bis%202019&text=Neuzulassungen%20verharren%20auf%20Vorjahresniveau%20%E2%80%93%20in,letztmalig%20im%20Jahr%202009%20zugelassen.

https://park-here.eu/fuer-unternehmen/

alle Quellen zuletzt abgerufen am 20.08.2020