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ParkHere Wissen

Parkleitsysteme – Für die Zukunft nicht gewappnet

Parkleitsysteme – In jeder Stadt weisen sie den Fahrerinnen und Fahrern den Weg zu Parkhäusern und -plätzen. Doch danach hört es meistens schon auf. Das Ergebnis: Rückstaus vor und innerhalb der Parkplätze. Doch wie kann man das System verbessern? Mit intelligenten Systemen, die mehr tun als nur die Richtung zu weisen – manchmal auch durch Stapeln von Autos.

Der Umstieg von Verbrenner Motoren hin zur Elektromobilität und anderen Antriebsarten ist im Zuge der Mobilitätswende nicht das einzige Arbeitsfeld von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Der Weg zu einer nachhaltigen und intelligenten Mobilität erfordert auf verschiedensten Gebieten technologische Innovationen und organisatorisches Neudenken.
In urbanen Räumen gehört für die Verantwortlichen das Management des Parkraums zu den größten Baustellen, da dieser aufgrund des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens immer knapper wird und optimal genutzt werden muss.
Hilfe bei der Parkplatzsuche in Städten bilden heute noch immer hauptsächlich Parkleitsysteme – Hinweisschilder, anhand derer sich Autofahrer auf den Weg zu möglichen freien Parkplätzen orientieren können. Doch sind Parkleitsysteme die Lösung der Zukunft?

Städte werden neu gedacht

Standen früher die Autos im Fokus von Stadtplanungen, sind es heutzutage die Menschen, die in den Mittelpunkt rücken. Aus diesem Grund werden immer mehr Zonen in großen Städten neu gedacht und in autofreie Straßen und Stadtteile umgewandelt. Dabei werden Fahrspuren zurückgebaut, Bürgersteige verbreitert und Radwege neu angelegt – beispielsweise in München. Dort wurde die Sendlinger Straße erst zur Probe erweitert und später komplett zur Fußgängerzone erklärt.
Dies geht jedoch auf Kosten von verfügbaren Parkflächen, weshalb diese in den Städten der Zukunft noch besser vernetzt und zugänglich gemacht werden müssen. Denn weniger freie Parkflächen führt zu höherem Suchverkehr.

Parkraum als Ressource – Der Zwei-Stufen-Plan der Stadt Düsseldorf
Verfügbarer Parkraum muss daher als das betrachtet werden, was es tatsächlich ist – eine endliche Ressource.
Global wird sich um die Reduzierung der Umweltbelastung bemüht. Da Städte, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, mit besonders schlechten Werten der Luftqualität zu kämpfen haben, wird dort ein besonderer Fokus auf das Thema gelegt. Um mit der zunehmenden Parkraumknappheit zurechtzukommen, muss die Organisation der Parkplätze verbessert werden.
Ein Problem, welches sich beispielsweise die Stadt Düsseldorf annimmt. Im Zuge einer verbesserten Organisation der begrenzten Parkräume will die Stadt einen Zwei-Stufen-Plan umsetzen. Die Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke sagt dazu:
Parkraum muss besser organisiert werden. Noch wird der öffentliche Parkraum in weiten Teilen als unentgeltliches Wirtschaftsgut zum Parken in Anspruch genommen. Parkraumbewirtschaftung mit der Privilegierung der Anwohner über Anwohnerparkausweise ist dabei ein erster Baustein für eine bessere Ordnung des ruhenden Verkehrs, wobei die Interessen der Bewohner und Anlieger stärker berücksichtigt werden. Dies kann ohne weitergehende Kompensationsmaßnahmen aber nicht nachhaltig sein“.
Aus diesem Grund strebt man nun eine Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung an, wobei auch das Tarifsystem fürs Parken im öffentlichen Raum in einigen Teilabschnitten der Stadt vereinfacht werden soll.
Die Kenntnisse, die man daraus gewinnt, fließen daraufhin in die Erstellung eines ausführlichen Parkraummanagementkonzepts mit ein. Innerhalb des Konzepts sollen weiterführende Projekte zur Verbesserung der Parkraumproblematik erarbeitet werden.

Passen Parkleitsysteme in die neuen Konzepte?

Um neue Konzepte und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, müssen bestehende Systeme hinterfragt werden. Parkleitsysteme leiten den Autofahrern den Weg zu freien Parkplätzen und Parkhäusern – sowohl im öffentlichen Raum als auch auf bewirtschafteten Parkflächen von Einkaufszentren, großen Unternehmen oder Freizeiteinrichtungen. Dabei sollen sie eine möglichst hohe Flexibilität und Dynamik sicherstellen, da sie in Echtzeit die Zahl der ein- und ausfahrenden Pkw messen und über die Anzahl der frechen Stellflächen informieren.
Doch weisen solche Parkleitsysteme meist nur den Weg zum Parkplatz oder Parkhaus. Die Suche auf der bewirtschafteten Parkfläche bleibt meist weiterhin den Autofahrern überlassen. Dem Suchverkehr schafft dieses System keine Abhilfe.
Dies kann nur mithilfe von intelligenten Systemen erfolgen, wie die Einbindung von Apps, die den Fahrer oder die Fahrerin direkt zum freien Parkplatz lotst.

Intelligente Systeme sind auf dem Markt

Solch intelligenten Systeme sind bereits auf dem Markt. Das Hamburger Unternehmen Wunder Mobility hat beispielsweise eine Software entwickelt, die es ermöglicht Parkplätze auf bewirtschafteten Flächen, wie Einkaufszentren oder Flughäfen, perfekt auszunutzen.
Die App Wunder Park bietet Fahrerinnen und Fahrern die Möglichkeit bereits im Voraus freie Parkplätze zu reservieren und zu buchen. Die Einfahrt auf das Parkgelände erfolgt über eine Kennzeichenerkennung, während Sensoren auf dem Boden die freien Parkplätze anzeigen. Mithilfe des digitalen Abrechnungssystems ist es darüber hinaus möglich, die Parkzeit unkompliziert und schnell zu bezahlen.
„Vor allem die Digitalisierung von Parkraummanagement kann dazu beitragen, die Lebensqualität in Städten und Ballungsräumen zu verbessern, indem wir den knappen Raum in Städten besser nutzen“, sagt Unternehmenschef Gunnar Froh.
Um dem wachsenden Verkehrsaufkommen also entgegenzuwirken, sind Parkleitsysteme für sich allein nicht die allumfassende Lösung. Gebraucht wird ein intelligentes Parkraumanagement, mit dessen Hilfe freie Stellflächen optimal ausgenutzt und wirtschaftlich betrieben werden können.

Der Blick in die Zukunft – Mit Parkraummanagement gegen den Suchverkehr

Doch was sagt das Wort „Parkraummanagement“ genau aus?
Prinzipiell bedeutet Parkraummanagement die Bewirtschaftung und Regulierung der Parkplatzsuche. Ein intelligentes Parkraummanagement ist besonders dann erforderlich, wenn die Anzahl der verfügbaren Parkflächen dem hohen Verkehrsaufkommen nicht standhalten kann. Urbane Räume, insbesondere Innenstädte haben mit dieser Problematik ständig zu kämpfen.
Im Zuge des Parkraummanagements geht es aber nicht allein um die Zuweisung von freien Stellflächen. Ebenso wichtig sind die Regelungen von Parkgebühren, Halteverboten und Falschparkern.
Das perfekte Parkraummanagement fängt schon bei den baulichen Planungen von Parkflächen und -häusern an. Werden intelligente Bewirtschaftungssysteme schon direkt zu Beginn der Baumaßahmen integriert, führt dies vom ersten Tag zu einer Verbesserung der lokalen Verkehrssituation.
Sind genügend Informations- und Leitsysteme vorhanden, sodass Fahrerinnen und Fahrer schnell und einfach zu ihrem gewünschten Parkplatz gelotst werden, gehören Rückstaus vor Parkflächen der Vergangenheit an. Parkleitsysteme, wie heute noch oft verwendet, können innerhalb der Systeme integriert werden und ebenfalls ihren Teil zum flüssigen Verkehr beitragen.
Darüber hinaus ist es für Investoren und Parkplatzbetreiber möglich, durch intelligentes Parkraummanagement das bewirtschaftete Parkgelände rentabel zu führen, da alle Parkplätze optimal genutzt werden.

Rotary Parking – Das etwas andere Konzept

Ein Parkkonzept, welches nach dem Prinzip „Was nicht nebeneinander passt, soll in die Höhe wachsen“ agiert, ist die rotierende Parkraumlösung: Rotary Parking.
Parkbetreiber sollen mit dieser Technik ihre Parkkapazitäten um 800 Prozent und eine Rendite von 25 Prozent erreichen.
Die Funktion des rotierenden Parkhauses ist leicht erklärt. Im Prinzip funktioniert es wie ein umlaufender Lift, in dem die Fahrzeuge übereinandergestapelt werden. Auf diese Weise kann ein solches Parkhaus auf der Fläche von zwei normalen Parkplätzen bis zu 16 Fahrzeuge beherbergen.
Die Fahrerinnen und Fahrer müssen dafür ihr Pkw in eine vorgesehene Parkbucht abstellen und ein Parkticket ziehen. Sobald jeder aus dem Auto den Bereich verlassen hat, überprüfen Sensoren das Fahrzeug und lassen es von der Maschine anheben und in seine Parkposition bringen.
Für die Abholung muss der Fahrzeughalter sein Ticket nur wieder einscannen und bekommt so sein Pkw direkt vor die Füße gestellt.

Fazit – Parkleitsysteme werden ohne Hilfe scheitern

Beispiele von intelligenten Parkraummanagementsystemen zeigen eindrucksvoll auf, dass es heutzutage und in der Zukunft mehr braucht als Parkleitsysteme, die Fahrerinnen und Fahrer die Richtung zu Parkplätzen weisen. Nur in Verbindung mit intelligenten Neuerungen werden die digitalen Wegweiser ihrer Aufgabe gerecht.
Anbieter solch intelligenter Parkraumbewirtschaftungssysteme existieren bereits – Unternehmen wie Wunder Mobility oder ParkHere richten ihren Blick in die Zukunft und liefern schon heute Lösungen, die den Verkehr auf und neben den Straßen nachhaltig verbessern werden.
Selbst, wenn Autos in Zukunft übereinandergestapelt werden müssen.

 
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