Ob sich ein digitales System für Ihren Standort überhaupt lohnt, klären wir im Beitrag "Wann ist ein Parkplatzmanagementsystem sinnvoll?". Dieser Vergleich setzt einen Schritt später an: Die Entscheidung für ein System ist gefallen, jetzt geht es darum, welche Software zu Ihrem Unternehmen passt. Eine kompakte Übersicht, wie die gängigen Systeme funktionieren, finden Sie in unserem kostenlosen Infosheet „Gängige Smart-Parking-Systeme im Vergleich“.
Worauf kommt es bei der Auswahl einer Parkplatzmanagement-Software an?
Die Unterschiede zwischen den Lösungen liegen selten in der Grundfunktion, sondern in den Details: Wie gut passt die Software zu Ihrer IT, Ihrer Zufahrt und Ihren Regeln? Diese zehn Kriterien helfen beim Vergleich.
1. Vergabemodell
Feste Zuteilung, „Wer zuerst kommt, parkt zuerst“ oder bedarfsgerechte Buchung: Das Vergabemodell entscheidet, wie gut Ihre Stellplätze ausgelastet sind. Achten Sie darauf, dass nicht genutzte Plätze automatisch freigegeben und neu vergeben werden.
2. Integration in Ihre Systemlandschaft
Wichtig sind Schnittstellen zum Verzeichnisdienst oder HR-System, damit Nutzer automatisch angelegt und gelöscht werden. Dazu kommen Kollaborationstools wie Microsoft Teams und die Anbindung an Ihre Zutrittstechnik.
3. Hardware und Zufahrt
Die Software muss zu Ihrer Zufahrt passen: mit Schranke, schrankenlos oder mit Kennzeichenerkennung. Prüfen Sie, ob vorhandene Technik weiter genutzt werden kann und ob Hardware gemietet werden kann.
4. Parken und Laden in einer Lösung
Ein Ladeplatz ist auch ein Parkplatz. Wer beides getrennt verwaltet, hat zwei Buchungslogiken. Achten Sie darauf, dass Ladepunkte genauso buchbar sind wie Stellplätze und dass offene Standards wie OCPI unterstützt werden. Wie Sie Ihre Ladeinfrastruktur Schritt für Schritt aufbauen, lesen Sie im Ratgeber Ladeinfrastruktur für Unternehmen planen.
5. Datenschutz, Informationssicherheit und Hosting
Ein Parkplatz-Buchungssystem verarbeitet personenbezogene Daten wie Namen, Buchungszeiten und oft Kfz-Kennzeichen. Fragen Sie nach dem Serverstandort, einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung und einer Zertifizierung nach ISO 27001.
6. Nutzergruppen und Fairness-Regeln
Schichtarbeitende brauchen andere Regeln als Büroangestellte. Fahrgemeinschaften, Mitarbeitende mit Schwerbehinderung oder Dienstwagen sollen oft Vorrang bekommen. Die Software sollte Kontingente, Buchungsfristen und Vorrangregeln je Nutzergruppe abbilden können.
7. Abrechnung
Sollen Mitarbeitende fürs Parken oder Laden zahlen, muss die Abrechnung automatisch laufen. Prüfen Sie, ob Preise je Nutzergruppe möglich sind und ob sich Daten für die Lohnabrechnung exportieren lassen.
8. Skalierbarkeit auf mehrere Standorte
Viele Projekte starten an einem Standort, später kommen weitere Gebäude hinzu. Die Software sollte alle Standorte zentral verwalten und trotzdem lokal unterschiedliche Regeln zulassen.
9. Transparentes Preismodell
Üblich sind Preise pro Stellplatz und Monat. Dazu können Kosten für Hardware, Einrichtung und Ladepunkte kommen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über die Laufzeit, nicht nur den Einstiegspreis.
10. Mitbestimmung durch den Betriebsrat
Bei der Parkplatzvergabe hat der Betriebsrat in der Regel ein Mitspracherecht (§ 87 BetrVG). Ein Anbieter sollte Sie mit einer verständlichen Dokumentation der Datenverarbeitung unterstützen. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag zur Rolle des Betriebsrats bei Mitarbeiterparkplätzen.
Die Kriterien auf einen Blick
| Kriterium | Worauf Sie achten sollten | So löst es ParkHere |
|---|---|---|
| Vergabemodell | Feste Zuteilung, „Wer zuerst kommt“ oder bedarfsgerechte Buchung | Bedarfsgerechte Buchung per App, automatische Freigabe nicht genutzter Plätze |
| Integration | Nutzer-Synchronisation, Microsoft Teams, Zutrittstechnik | Integration in Microsoft Teams, automatische Nutzer-Synchronisation in Gruppen |
| Hardware und Zufahrt | Reine Software, eigene Hardware oder Anbindung bestehender Technik | Optionales Terminal mit Kennzeichenerkennung zur Miete, LTE-fähig, keine Anbindung an die Unternehmens-IT nötig |
| Parken und Laden | Getrennte Tools oder eine Plattform, offene Standards wie OCPI | Parken und Laden in einer Plattform, OCPI-fähig, Ladepunkte bis zu viermal täglich nutzbar |
| Datenschutz und Hosting | Serverstandort, Auftragsverarbeitung, Zertifizierung | ISO 27001 zertifiziert, in Deutschland entwickelt und gehostet |
| App | Smartphone, Browser, Kollaborationstools | iOS, Android, Browser und Microsoft Teams |
| Abrechnung | Manuell oder automatisch, Export für die Lohnabrechnung | Automatische digitale Abrechnung, Export der Parkgebühren für die Lohnabrechnung |
Welche Anbieter für Parkplatzmanagement-Software gibt es?
Der Markt in DACH und Europa lässt sich grob in drei Gruppen einteilen: spezialisierte Software für Mitarbeiterparken, Zufahrts- und Parksysteme mit eigener Hardware sowie Plattformen für Arbeitsplatzbuchung, die Parken als Modul anbieten.
Spezialisierte Software für Mitarbeiterparken
- ParkHere (München): Plattform für Park- und Lademanagement in Unternehmen und Immobilien, mit App, Microsoft-Teams-Integration und optionalem Terminal mit Kennzeichenerkennung. Entwicklung und Hosting in Deutschland.
- ParkEfficient (Düsseldorf): Software zur digitalen Verwaltung und Buchung von Mitarbeiterparkplätzen, die bestehende Zufahrtstechnik und Ladepunkte einbindet.
- FirmParking (Starnberg): Software zur digitalen Verwaltung von Mitarbeiterparkplätzen, nutzbar per App, Web und Microsoft Teams.
- Parkalot (Krakau, Polen): Buchungssoftware für Firmenparkplätze ohne eigene Hardware, mit Anbindung an Kennzeichenerkennung, Ladepunkte und Microsoft Teams.
Zufahrts- und Parksysteme mit eigener Hardware
- ARIVO (Graz, Österreich): digitales, kamerabasiertes Parksystem aus Software und Hardware für Parkraumbetreiber verschiedener Branchen.
- parkoneer von Scheidt & Bachmann (Mönchengladbach): webbasierte Lösung für das Parkraummanagement in Büroimmobilien, mit Kennzeichenerkennung und Schrankentechnik aus einer Hand.
- SKIDATA (Grödig, Österreich): integrierte Zufahrts- und Parkmanagementsysteme, unter anderem für Bürogebäude mit Kennzeichenerkennung und Ladeinfrastruktur.
Arbeitsplatz-Plattformen mit Parkmodul
- Flexopus (Stuttgart): Plattform für Arbeitsplatzbuchung, die Parkplatzbuchung als eigenes Modul in derselben App anbietet.
- Ronspot (Galway, Irland): Plattform für Arbeitsplatz- und Parkplatzbuchung, die sich über Integrationen an Schranken und Kennzeichenerkennung anbinden lässt.
Stand: Oktober 2026. Angaben laut den Websites der jeweiligen Anbieter.
ParkHere im Vergleich
ParkHere ist auf Park- und Lademanagement für Unternehmen und Immobilien spezialisiert. Statt Parken als Nebenfunktion einer größeren Plattform zu behandeln, bündelt ParkHere Vergabe, Zufahrt, Laden und Abrechnung in einem System. Mitarbeitende buchen per App, im Browser oder direkt in Microsoft Teams. Das optionale Terminal mit Kennzeichenerkennung ist LTE-fähig und braucht keine Anbindung an die Unternehmens-IT. Die Plattform ist ISO 27001 zertifiziert und wird in Deutschland entwickelt und gehostet. Über 150 Unternehmen nutzen ParkHere bereits. Mehr zur ParkHere Parkplatzmanagement-Lösung.
Welche Lösung passt zu Ihrem Standort?
Unsere Park-Expert:innen zeigen Ihnen in einer kostenlosen Demo, wie ParkHere Ihre Stellplätze und Ladepunkte effizient verwaltet.
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Häufig gestellte Fragen zu Parkplatzmanagement-Software
Was ist Parkplatzmanagement-Software?
Parkplatzmanagement-Software verwaltet Stellplätze digital. Sie vergibt Parkplätze bedarfsgerecht, steuert Buchungen und Zufahrt und automatisiert die Abrechnung.
Worauf sollte man bei der Auswahl achten?
Wichtig sind vor allem das Vergabemodell, die Integration von Parken und Laden, die Abrechnung, Schnittstellen wie Microsoft Teams sowie Datenschutz und Serverstandort.
Welche Anbieter für Parkplatzmanagement-Software gibt es?
In DACH und Europa gibt es spezialisierte Anbieter für Mitarbeiterparken wie ParkHere, ParkEfficient, FirmParking und Parkalot. Dazu kommen Zufahrtssysteme mit eigener Hardware wie ARIVO, parkoneer und SKIDATA sowie Arbeitsplatz-Plattformen mit Parkmodul wie Flexopus und Ronspot.
Lässt sich das Laden von E-Autos integrieren?
Ja. Spezialisierte Lösungen verwalten Parken und Laden in einer Plattform. Ladepunkte lassen sich dann wie Stellplätze buchen und mehrfach am Tag nutzen.
Braucht man für Parkplatzmanagement-Software eigene Hardware?
Nicht zwingend. Viele Systeme funktionieren rein über App und Browser. Ein Terminal mit Kennzeichenerkennung ist sinnvoll, wenn die Zufahrt automatisch gesteuert werden soll.