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ParkHere Wissen

Wann ist ein Parkplatzmanagementsystem sinnvoll?

Jede gewerbliche Institution, die über Parkplätze verfügt, muss sich für irgendeine Form der Parkplatzorganisation entscheiden – selbst dann, wenn zu jeder Zeit genügend Stellplätze frei sind. (Dann steht nämlich die Frage im Raum, wie sich die überschüssige Parkplatzkapazität lukrativ nutzen lässt.) Ein digitales Parkplatzmanagementsystem hat gegenüber anderen Organisationsformen viele Vorteile. Aber ist es für jeden Betrieb die optimale Lösung?

Wie ausgefeilt ein Parkplatzorganisationssystem sein muss, hängt natürlich zunächst einmal von der absoluten Anzahl der Plätze ab: Wenn ein Unternehmen nur drei Hinterhof-Stellplätze hat, dann braucht es kein ausgeklügeltes Vergabesystem. Nutzungsabsprachen können dann mündlich im Büro oder per WhatsApp erfolgen – oder sie sind gänzlich obsolet (weil die Stellplätze ohnehin für Besucher:innen freigehalten werden sollen). Bei  zweistelligen Stellplatzzahlen sieht die Sache schon anders aus: Ein strukturiertes Vergabesystems ist dann sehr nützlich, häufig sogar nötig – insbesondere dann, wenn die Anzahl der potenziellen Nutzer:innen größer ist als die Zahl der Stellplätze. 

Voraussetzungen für ein digitales Parkplatzmanagementsystems 

Ein digitales Parkplatzmanagementsystem ist eine Komplettlösung, die aus drei Komponenten besteht: einer  Backend-Software, einer Smartphone-App und einem automatisierten Zugangskontrollsystem. Das System wird als  kostenpflichtige Dienstleistung angeboten, verursacht also Betriebskosten. Dafür erlaubt es nicht nur das  hocheffiziente Verwalten des verfügbaren Parkraums, sondern auch dessen Bewirtschaftung. Die Nutzer:innen können Stellplätze über ihr Smartphone reservieren, buchen und automatisiert bezahlen. Da kaum  Investitionskosten anfallen, lässt sich das System ohne großen Aufwand auch nachträglich implementieren – das  Umrüstung eines ticket- oder schlüsselkartenbasierten Systems auf Digitaltechnologie ist also im Prinzip jederzeit  möglich.

Grundsätzlich ist ein digitalen Parkplatzmanagementsystems immer dann eine Überlegung wert, wenn folgende  Bedingungen erfüllt sind: 

    1. 1. Es geht um Parkplätze, die nur für eine bestimmte Nutzer:innengruppe (Betriebsangehörige, Club- oder  Vereinsmitglieder:innen, registrierte Nutzungsberechtigte) vorgesehen sind.
    2. 2. Das Park-Areal ist eingegrenzt, und die Zufahrt ist kontrollierbar.
    3. 3. Das Park-Areal ist in klar definierte einzelne Stellplätze unterteilt.

 

Entscheidungskriterien: Was ist zu berücksichtigen? 

Je nachdem, welche Umstände vorliegen, ist die Etablierung eines digitalen Parkplatzmanagementsystems mehr  oder weniger sinnvoll. Für Unternehmensverantwortliche und für Betreiber von Gewerbeimmobilien bzw. für Property Manager und Asset Manager gilt es, die Vorteile (Kapazitätsgewinn, höhere Rentabilität, Nutzerkomfort  etc.) mit den Nachteilen (Investitionsaufwand, Betriebs- bzw. Service-Kosten) abzuwägen, und zwar unter  Berücksichtigung folgender Aspekte:

1. Effizienz/Auslastung 

Wenn Kapazität ein kritischer Faktor ist – wenn die Stellplätze also knapp sind und die Nachfrage gelegentlich  oder dauerhaft größer ist als das Angebot –, spricht das sehr für ein digitales Parkplatzmanagementsystem. Ein  solches System gestattet es schließlich, dass die einzelnen Stellplätze abwechselnd von mehreren Nutzer:innen in  Anspruch genommen werden können, sodass maximale Nutzungseffizienz gewährleistet ist. Sind Stellflächen im Überfluss vorhanden, dann ist die Implementierung eines Parkplatzmanagementsystems eher unrentabel. Allerdings wäre es dann eine Überlegung wert, den Nutzer:innenkreis zu vergrößern, indem man etwa die Belegschaften anderer Unternehmen als (zahlende) Nutzer:in hinzuholt, und die Stellplatzvergabe dann eben doch digital zu organisieren. 

2. Verteilungsgerechtigkeit 

Je unterschiedlicher die Parkplatzsuchbedingungen für die einzelnen Nutzer eines Park-Areals sind, desto mehr  kann ein digitales Parkplatzmanagementsystem für Gerechtigkeit sorgen. Wenn zum Beispiel manche Nutzer:innen an feste Arbeitszeiten (und damit an feste Parkzeiten) gebunden sind, andere jedoch nicht, oder wenn einige  Nutzer einen sehr weiten Anreiseweg haben, der stark schwankende Ankunftszeiten mit sich bringt, während  andere morgens problemlos immer zur selben frühen Uhrzeit in das Park-Areal einfahren können, schafft ein  digitales Parkplatzmanagementsystem mit Reservierungsmöglichkeit Chancengleichheit. 

3. Nachhaltigkeit 

Die Planbarkeit der Parkplatznutzung ist in zweierlei Hinsicht von Bedeutung: zum einen im Hinblick auf den  Nutzer:innenkomfort, zum anderen im Hinblick auf die Schonung der Umwelt und des Klimas. Wenn die  Parkplatznutzer:innen nämlich genau wissen, dass und wann sie beim Eintreffen am Zielort einen  Stellplatz vorfinden, gibt es keinen Parkplatzsuchverkehr – somit wird unnötiger CO2-Ausstoß vermieden. Insofern sind Organisationsformen, bei denen die Nutzer keinen Suchstress haben, in jedem Fall nachhaltiger  als das noch immer weit verbreitete „First-come-first-serve“-Prinzip. 

4. Bewirtschaftung 

Sollen die Parkplätze bewirtschaftet werden, dann kommt es im Wesentlichen auf zwei Dinge an: auf eine  möglichst hohe Auslastung (s. o.: Effizienz/Auslastung) und auf einen möglichst unkomplizierten Bezahlprozess.  Ticketlose Systeme haben dann gegenüber ticketbewehrten Systemen eindeutige Vorzüge – sie erlauben  nämlich bargeldloses Abrechnen (im Falle des ParkHere-Systems sogar über dieselbe App, über die auch die  Stellplatzreservierung und -buchung erfolgt), und sie kommen ohne technisches Equipment aus.  Parkticketautomaten hingegen sind erstens teuer in der Anschaffung, müssen zweitens regelmäßig geleert  werden und sind drittens reparaturanfällig. Außerdem erzeugen sie Abfall. 

5. Elektromobilität 

Die Frage, ob und wie das Parkplatzangebot mit Auflademöglichkeiten kombiniert werden kann, muss heute  unbedingt in die Entscheidung über die Parkplatzorganisationsform einbezogen werden. Auch hier punktet das  digitale Parkplatzmanagementsystem von ParkHere: Eine Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge lässt sich ohne  Weiteres einbinden; das Parken und das Laden werden dann über die Resverierungs-App gesteuert. Bei allen  anderen Organisationsformen ist die Einbindung von Lademöglichkeiten zwar ebenfalls machbar, das  Reservieren und das Bezahlen gestaltet sich dann aber komplizierter. 

Zusammenfassung: für wen sich ein digitales Parkplatzmanagementsystem eignet – und für wen nicht 

Für die Betreiber von Gewerbeimmobilien ist ein digitales Parkplatzmanagementsystem eigentlich immer sinnvoll, allein schon deshalb, weil es gegenüber der personenbezogenen Stellplatzvermietung auf Monatsmietenbasis  erhebliche Effizienzvorteile hat. Mit einem digitalen Parkplatzmanagementsystem können die vorhandenen Stellplatzkapazität optimal ausgenutzt werden – was will man als Immobilienbetreiber mehr? 

Für Unternehmen mit eigenen Parkplätzen (oder mit angemietetem Park-Areal) ist ein digitales  Parkplatzmanagementsystem in aller Regel auch immer sinnvoll, denn es bietet unter Berücksichtigung der oben  genannten Aspekte die meisten Vorteile. Tatsächlich sind nur wenige Umstände denkbar, unter denen die  Implementierung eines digitalen Parkplatzmanagementsystems für ein Unternehmen NICHT sinnvoll ist.

Umstände, die gegen ein digitales Parkplatzmanagementsystem sprechen: 

1. Das Unternehmen ist zu klein. 

Bei Betrieben, die kaum 20 Mitarbeiter:innen haben (die vielleicht noch nicht einmal alle mit dem Auto  zur Arbeit kommen), rechnet sich ein solches System nicht. 

2. Die vorhandene Stellplatzkapazität ist größer als der Bedarf. 

Wenn genügend Stellplätze da sind, bedarf es keiner effizienzsteigernden Organisationsstruktur. Aber: Wird die  Stellplatzkapazität auch in Zukunft ausreichen? Vielleicht steht ja Expandierung an. Wenn nicht – oder wenn sogar  eher Verkleinerung geplant ist –, kann ein Teil der Parkplätze vielleicht gewinnbringend abgegeben bzw. fremdvermietet werden. Für die verbleibenden Stellplätze ist ein digitales Parkplatzmanagementsystem dann wiederum sinnvoll, weil es bei verkleinerter Kapazität maximale Auslastungseffizienz sicherstellt. 

3. Es fehlt die Bereitschaft, die anfallenden Kosten zu tragen. 

Sofern die Mitarbeiter:innenparkplätze in einem Unternehmen nicht bewirtschaftet werden, sind sie für das Unternehmen  wahrscheinlich ein Minusgeschäft – da fehlt oftmals die Bereitschaft, durch die Implementierung eines Parkplatzmanagementsystems noch weitere Kosten zu erzeugen. Wenn andererseits die Einführung einer  Parkraumbewirtschaftung bereits auf der Agenda steht, bietet es sich an, sie von Anfang an digital zu organisieren.

 

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