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ParkHere Wissen

ParkHere Talks to TWAICE

Durch elektrisch betriebene Pkws,  Elektrobusse, elektrische Transporter oder elektrifizierte Kleinfahrzeuge, wie E-Bikes und E-Roller, soll unsere Mobilität klimafreundlich und nachhaltiger werden.

Die Batterie bildet dabei das Herzstück dieser Transportmittel und gilt damit als Schlüsselelement für den Erfolg der Elektromobilität. Das Münchner Unternehmen TWAICE ermöglicht es Kunden aus verschiedensten Branchen, ihre Batterien effizienter zu nutzen. Transparenz über die tatsächliche Alterung der Batterie soll dabei helfen, den Lebenszyklus einer Batterie zu verlängern.  

In einem spannenden Interview berichtet uns Dr. Michael Baumann, Mitgründer von TWAICE mehr über die Gründung und das Unternehmen TWAICE.

Hallo Michael, schön dich heute hier zuhaben! TWAICE ist uns nun schon öfter in den Medien begegnet, kannst du uns erzählen, wer und was hinter TWAICE steckt? 

Zusammen mit Dr. Stephan Rohr bin ich Mitgründer und Geschäftsführer vom Münchner Software-Unternehmen TWAICE. Stephan und ich haben uns an der Uni kennengelernt. Ich erforschte von 2014 bis 2018 im Rahmen meiner Doktorarbeit an der TU München die für die Alterung von Batterien relevanten Prozesse. Stephan promovierte 2018 ebenfalls an der TU München. Schon während unserer Promotion entdeckten wir das enorme Marktpotential für Batterieanalytik. Seit 2014 arbeiten wir zusammen an dem Thema und haben recht schnell beschlossen, eine Firma zu gründen und damit wurde TWAICE ins Leben gerufen. Mittlerweile sind mehr als 60 Mitarbeiter bei uns an Bord.

Dr. Michael Baumann

Was können wir uns genau unter dem Konzept der Batterieanalytik vorstellen? 

Als Folge der zunehmenden Elektromobilität und dem Wandel zu grüner Energie gewinnen Batterien immer mehr an Bedeutung. Allerdings sind Batterien komplexe elektro-chemische Systeme, die Hersteller und Nutzer vor eine Reihe von Herausforderungen stellen. Zum Beispiel nehmen Performance und Leistungsfähigkeit von Batterien über die Zeit ab und lassen sich oftmals nur schwer direkt messen. Im B2B-Bereich arbeitet TWAICE genau an diesen Herausforderungen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette geben wir Unternehmen das Werkzeug an die Hand, ihre Batterien besser zu designen und effizienter zu nutzen. Autohersteller oder Energieunternehmen zum Beispiel wissen oft nicht genug über ihre Batterien und können die verbleibende Kapazität oder die restliche Lebensdauer nur schwer abschätzen. Mit der Software für prädiktive Batterieanalytik kann TWAICE präzise Aussagen über den Gesundheitszustand von Batterien treffen. Unternehmen können dadurch die Nutzung ihrer Batterien optimieren, die Lebensdauer der Akkus erhöhen und verbessern gleichzeitig die Nachhaltigkeit ihrer Produkte.

Du meintest, ihr habt euch an der Uni kennengelernt, wie ist letzendlich die ursprüngliche Idee für euer Produkt entstanden?

Stephan und ich haben gemeinsam am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik bei Professor Markus Lienkamp an der Analyse und Prädiktion von Batteriesystemen gearbeitet. Wir beide teilen eine lange und tiefgreifende Erfahrung in Batterie-verwandten Themen. Stephan hatte schon eine Lehre als Mechatroniker und einige Zeit in einer Unternehmensberatung hinter sich und ich habe verschiedene medizinische und humanoide Roboter entwickelt, bevor wir zusammen dann am Lehrstuhl forschten. Aufbauend auf unseren wissenschaftlichen Arbeiten haben wir TWAICE gegründet. Wir bieten mit TWAICE ein tiefes Verständnis für moderne Batteriesysteme und gleichzeitig exzellentes Software-Wissen. Damit heben wir uns deutlich von anderen Unternehmen ab, da diese lediglich einen Teil der Kompetenzen abdecken können. Mit TWAICE verbinden wir genau diese beiden Komponenten.

Damit verbindet euch ein erfolgreicher akademischer Hintergrund. 

Nicht nur das. Tatsächlich kommen Stephan und ich beide aus Niederbayern. Aber wie schon gesagt, kennengelernt haben wir uns erst in München an der Uni. Uns verbindet nicht nur unsere Arbeit und unser Interesse an Batterieanalytik, sondern auch eine langjährige Freundschaft. Wir sind passionierte Segler und gehen auch gerne zusammen in die Berge zum Klettern. Gleichzeitig treibt uns natürlich die Vision einer grünen Energie – für alle – und einer emissionsfreien Mobilität an.

Emissionsfreie Mobilität ist ein wünschenswertes Ziel der kommenden Jahre. Welche Trends setzten sich deiner Meinung nach in der Mobilität der Zukunft noch durch? 

Über die nächsten 10 Jahre wird sich die Zahl an Verbrennungsmotoren drastisch reduzieren. Alle neuen Baureihen werden elektrifiziert sein. Auch Busse und Nutzfahrzeuge werden immer weiter elektrifiziert. Ich denke für den Antriebsstrang wird vorerst nichts an der E-Mobilität mit Li-Ionen Batterien vorbeiführen. Die Frage, die sich eher stellt, ist wie weit autonomes Fahren und vielleicht auch die dritte Dimension – Stichwort hier Flugtaxis – eine wachsende Rolle spielen werden. Das wird sich erst mit der Zeit zeigen. Aber natürlich haben diese beiden Trends einen massiven Einfluss auf die Mobilität und mögliche Anwendungsfälle. 

Wir bedanken uns bei Dr. Michael Baumann für das sympathische Gespräch und die interessanten Einblicke hinter die Kulissen von TWAICE. Sie möchten mehr über TWAICE oder ParkHere erfahren? Melden Sie sich bei uns.