KFW Förderung für Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz - Bis zu 900€ pro Ladepunkt Für mehr Informationen klicken Sie hier

ParkHere Wissen

ParkHere talks to Sensorberg

Sensorberg ist ein Hidden Champion der Gebäudedigitalisierung. Nicht direkt sichtbar, doch in vielen Gebäuden bereits installiert. Sensorberg stellt eine IoT (Internet of Things) Plattform zur Verfügung, welche die Steuerung von Gebäuden übernimmt.

Hallo Mario, schön, dass du heute Zeit findest! Erzähl uns, wer und was steckt hinter Sensorberg?

Den Startpunkt stellt das Zugangskontrollsystem dar, bei dem sämtliche Zugänge nicht nur über Karten, sondern, auch über eine App geöffnet werden können. Und sollte das Internet einmal ausfallen, ist das ganze sogar offline möglich! Diese Zugänge beinhalten nicht nur Türen und Schließfächer, sondern ebenso Aufzüge, Parkschranken, Paketboxen, Briefkästen und vieles mehr. Basierend darauf lassen sich auch alle anderen Gewerke digital einbinden. Von der Smart Home Steuerung bis hin zur Steuerung der Gebäudeleittechnik. Alles unter Verwendung von offenen Standards und Hersteller übergreifend. 

Hinter Sensorberg steht mittlerweile ein knapp 40 Mitarbeiter großes Team, welches im Herzen von Berlin täglich an neuen innovativen Ideen arbeitet. 2013 starteten wir als Beacon Start-up woraufhin 2017 ein erfolgreicher Pivot und dann auch der Aufstieg zu einem mittlerweile im Markt etablierten Proptech (Property Technology Unternehmen) passierte.

Mario Nagel Sensorberg 

Damit bietet ihr quasi für jedes Unternehmen oder Gebäude einen echten Mehrwert! 

Hallo ParkHere! Das stimmt. Besonders vertreten ist Sensorberg in den Bereichen Living, Office und Self Storage. Grundsätzlich bieten wir aber jedem Mieter & Anbieter von Büroflächen und Betreiber von Co-Working und -Living Konzepten Lösungen an. Alle Einsatzbereiche bedienen sich letztendlich derselben Plattform, lediglich die Hardware-Lösungen z.B. die verwendeten Schlösser differieren ein wenig. Statt zahlreicher Insellösungen gibt es eine Plattform, die ein Ökosystem an starken Partnern im Bereich Zutrittskontrolle, Gebäudeleittechnik, Smart Home, Intercom, Paketboxen, Quartiers und Office-App sowie Parkraummanagement anbietet. Offene Schnittstellen ermöglichen weitere Integrationen sowie die Authentifizierungsprotokolle OAuth oder SAML2. Digitalisierung kann somit Schritt für Schritt erfolgen und ist äußerst flexibel. 

Häufig kommen die Kunden hinsichtlich einer neuen Zugangskontrolle auf uns zu. Schnell werden dann aber weitere digitale Use Cases identifiziert. Immer wieder ist das Thema Offline-Fähigkeit und der Betrieb der Netzelemente ein großer Pain Point, den wir lösen können. Viele haben noch alte Insellösungen im Betrieb und wünschen mehr Flexibilität und Integrationen mit anderen Systemen.  

Kannst du uns erzählen, wie die ursprüngliche Idee für Sensorberg entstanden ist? 

 Wie so oft entstehen Ideen aus bestimmten Situationen. Die Frau des ehemaligen CEO arbeitete 2017 in einem der WeWork Gebäude. Dort wurden Karten für den Zugang verwendet. Sie beklagte sich, dass man immer aufstehen musste, um den Kollegen die Tür zu öffnen, da sie immer vergaßen, Ihre Zugangskarte mitzunehmen. Was sie aber immer dabei hatten, war ihr Handy. So kam es zur Idee, Türen mit dem Handy zu öffnen.

Als dann die Factory Berlin bei Sensorberg nach einem Beacon System anfragte und erwähnte, dass man auch noch ein Zugangssystem brauche, was viele wechselnde User bearbeiten könne, nahm Sensorberg die Herausforderung an und versprach eine Zugangslösung per Handy. Schnell wurde klar, dass es immer mehr Arbeitsorte gibt, die ebenfalls eine höhere Fluktuation vor Ort und mehr Flexibilität in Bewirtschaftung besitzen. So wurde aus unserem Projekt mit der Factory ein Produkt, welches in den letzten Jahren zu einer Plattform für verschiedene Anwendungsbereiche ausgebaut wurde.

 Spannend, wie siehst du die Zukunft der PropTech-Branche?

Der PropTech Markt wächst seit Jahren rasant und das Wachstum wurde durch COVID19 noch mal beschleunigt. Aus immer mehr Piloten werden Rollouts und es gibt eine immer breitere Akzeptanz von Digitalisierung in der Gesellschaft sowie den Unternehmen. Auch die Investitionen in PropTechs wachsen stetig und mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von sehr gut aufgestellten Playern, auch in Deutschland.

 Ein weiterer Punkt warum ich die Zukunft von PropTechs als rosig einstufe, betrifft den Aspekt der Nachhaltigkeit und den damit verbundenen ESG Richtlinien. Digitalisierung kann Nachhaltigkeit mindestens beschleunigen, indem es viele Prozesse effizienter, transparenter und mit weniger Ressourcen vollzieht. Für innovative Lösungen braucht es Geschwindigkeit, Risikobereitschaft und visionären Tatendrang, sicherlich Attribute, die leichter in PropTechs zu finden sind. Diese waren auch die Ersten, die auf Cloud, Plattformökonomie und offene Standards gesetzt haben.

Wir bedanken uns bei Mario Nagel für das sympathische Gespräch und die interessanten Einblicke hinter die Kulissen von Sensorberg. Sie möchten mehr über Gebäudedigitalisierung von Sensorberg oder ParkHere erfahren? Melden Sie sich bei uns.