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ParkHere Wissen

ParkHere talks to RideBee

Das Münchner Startup Ridebee will für tägliche Pendler eine Carpooling-App entwickeln. Erste Kunden konnten die zwei Gründer Fabian Seitz und Lukas Mohs bereits überzeugen.
In einem spannenden Interview erzählt uns Lukas Mohs, Co-Founder & CTO von RideBee mehr über die Gründung und die Idee hinter der Fahrgemeinschaftsplattform RideBee.

Die Vorteile des eigenen Autos liegen aus der Hand: Zeitliche Flexibilität und Freiheit, lässt besonders Deutsche am eigenen Auto festhalten. Doch wenn sich alle Autofahrer der Welt auf negative Aspekte des Autofahrens einigen müssten, wäre das mit großer Sicherheit die ewige Parkplatzsuche und der morgendliche Stau. Um die Straßen zu entlasten, existieren bereits viele Mobilitätskonzepte. Eine davon:  Fahrgemeinschaften.

In einem spannenden Interview erzählt uns Lukas Mohs, Co-Founder & CTO von RideBee mehr über die Gründung und die Idee hinter der Fahrgemeinschaftsplattform RideBee.

Hallo Lukas, vielen Dank, dass du heute da bist. Kannst du uns erzählen, wer und was hinter RideBee steckt?

Hallo ParkHere, freut mich dabei zu sein!
Mein Mitgründer, Fabian Seitz und ich lernten uns 2017 während eines Auslandssemester an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh kennen. Wir haben uns nicht nur sehr gut verstanden, sondern waren uns auch einig, dass Mobilität nachhaltig und effizient gestaltet werden muss. Dabei entstand 2018 die Idee für RideBee, eine betriebliche Fahrgemeinschaftsplattform, die es Pendlern ermöglicht sich auf dem täglichen Weg zur Arbeit zu vernetzen und Fahrgemeinschaften zu organisieren. Der erste Prototyp der Plattform entstand im Rahmen meiner Masterarbeit in Informatik, welche als Grundlage für die erfolgreiche EXIST Bewerbung diente. Fabian hat BWL und Management studiert und widmet sich primär dem Plattformmarketing und der Kundenbetreuung. Nach der Teilnahme an Inkubatorprogrammen der Unternehmertum und der LMU erhielt RideBee das erste Investment von Porsche und Axel Springer in Berlin. Nach unserem Studium haben wir unsere Büroräume in der Maxvorstadt in München aufgeschlagen.

Wie ist damals die Idee für eine Fahrgemeinschaftsplattform entstanden?

Jedem Arbeitnehmer ist es bekannt: Der Weg zur Arbeit ist häufig mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Lange Wartezeiten im Stau und eine stressige Parkplatzsuche am Firmenstandort belasten nicht nur unsere Umwelt, sondern auch unsere Psyche.
Fahrgemeinschaften bieten hierfür eine pragmatische Lösung, welche nicht nur dem Arbeitnehmer einen komfortableren Weg zur Arbeit ermöglicht, sondern ebenfalls dem Arbeitgeber Chancen bietet sich für das Image der Firma und den Mitarbeiterverbleib zu engagieren. Nachhaltigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit spielen besonders für Unternehmen mit stark wachsender Mitarbeiteranzahl eine große Rolle. Dafür setzten sich auch unsere Kunden, wie beispielsweise die Business Campus München Garching GmbH, der Gewerbepark Regensburg oder die Gemeinde Leutkirch im Allgäu ein.

RideBee Fahrgemeinschaften Carpooling Mobilität Parken

Ein Arbeitsweg ohne Stau und Stress. Danach sehnen sich viele Arbeitnehmer. Dennoch haben berufliche Fahrgemeinschaften in Deutschland noch nicht den Durchbruch geschafft. Was zeichnet euch besonders aus?

Das stimmt, alle Fahrgemeinschaftsplattformen verfolgen letztendlich ein ähnliches Ziel: Einen positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft.
Wir vereinen akademisches Wissen und praktische Expertise um genau diesem Ziel näherzukommen. Im Rahmen zweier Masterarbeiten der TU München über das Thema Carpooling entstand ein mathematisches Optimierungsmodell und ein Prototyp in Form einer Webanwendung. Durch das Optimierungsmodell finden Arbeitnehmer jederzeit den effizientesten und nachhaltigsten Weg zur Arbeit. Anstatt das B2C-Problem anzugehen, konzentrieren wir uns auf spezifische Interessenpunkte wie Unternehmensstandorte, was das Matching wesentlich effizienter macht und mehr Vertrauen schafft. Wir erhöhen nachhaltig die Zahl der Nutzer und setzen auf eine langfristige Kundenbindung.

Damit geht RideBee einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität. Welche Mobilitätstrends werden sich deiner Meinung nach etablieren?

Mobilität ist im Kontext der Klimakrise und im nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ein zentrales Thema. Ein hoher Schadstoffausstoß und ein großes Verkehrsaufkommen sind Probleme die durch eine pragmatische Erhöhung der Auslastung der Autos, welche in Deutschland auf dem Arbeitsweg momentan bei 1,2 Personen liegt, gelöst werden können.
Aktuelle Trends wie Elektromobilität oder autonomes Fahren sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber lösen langfristig die Herausforderungen moderner Mobilität nicht. Elektrische und autonome Fahrzeuge erreichen ihr volles Potenzial, wenn sie als Service zwischen vielen Anwendern geteilt werden. Mit einem Wandel hin zur weitestgehend autonomen und geteilten Autoflotte soll der weltweite Markt der Shared Mobility bis 2030 um etwa 30 Prozent pro Jahr wachsen. Durch die Sensibilisierung der Menschen, sich Fahrzeuge zu teilen, wird diese Entwicklung aktiv mitgestaltet.
Zusätzlich erleben wir ein zunehmendes Engagement von Firmen für die Mobilität der Mitarbeiter zu Stoßzeiten. In naher Zukunft steigern besonders moderne Arbeitgeber ihre Attraktivität durch eine gute Lage oder Infrastruktur. Diese Zukunft möchten wir mitgestalten, indem wir einen Dienst anbieten, der es Einzelpersonen ermöglicht, ihre Pendelstrecken zu teilen und zu organisieren. Das Ziel ist es, die Standard-Mobilitätsplattform zu werden, um ein effizientes Pendeln für alle zu ermöglichen. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand, denn die Aufteilung einer Fahrt auf zwei, drei oder vier Personen reduziert die Kohlendioxidemissionen um 50, 67 oder 75 Prozent. Das ist eine ganze Menge. Langfristig ist durch den Sharing Gedanken auch ein Rückgang der Fahrzeugproduktion zu erwarten, wodurch weitere Ressourcen eingespart werden können.

Wir bedanken uns bei Lukas Mohs für die Zeit und die spannenden Einblicke in das Unternehmen RideBee.

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