ParkHere talks to: Carployee

Viele Berufspendler in Deutschland beschreiten ihren Weg alleine in ihrem eigenen PKW. Das dadurch erhöhte Verkehrsaufkommen führt nicht nur zu Staus und überfüllten Verkehrswegen, sondern belastet ebenso die Umwelt. Mit dem steigenden Bewusstsein für die Umweltverbesserung haben sich in den letzten Jahren neue Konzepte und Lösungen entwickelt. Ein möglicher Kompromiss zwischen Komfort, Effizienz und Emissionsreduktion ist Carpooling – die Fahrgemeinschaften für den Arbeitsweg.  In unserer Reihe “ParkHere Talks to“ haben wir uns zu einem interessanten Austausch mit dem Gründer und CEO von Carployee getroffen. Im Folgenden gibt und Albert Vogl-Bader Einblicke in das Unternehmen und die Zukunft der Mobilität.

Hallo Albert! Schön, dass du heute da bist! Als Gründer von Carployee sind wir gespannt auf die Einblicke, die du uns gibst. Wer und was steckt hinter Carployee? 

Hallo ParkHere Team. Freut mich hier zu sein. Carployee ist ein Mobility-Startup mit der Motivation, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren sich zu Fahrgemeinschaften zusammenzuschließen. Dabei verfolgen wir das Ziel, die optimale Mobilitätslösung in Bezug auf Kosten-, Zeit- und Umweltschonung für Arbeitnehmer  zu entwickeln. 

Besonders in Zeiten der Verkehrswende spielt Carpooling eine große Rolle. Wie wollt ihr euer gesetztes Ziel verfolgen? 

Die Mitfahr-App Carployee erstellt intelligente Fahrgemeinschaften vom und zum Arbeitsort, reduziert somit das CO2-Aufkommen und steigert zugleich die Effizienz durch beispielsweise eine Preisersparnis für alle Beteiligten.

albert-vogl bader

Interessant! Hast Du Carployee alleine gegründet? Kannst du uns etwas über die Motivation der Gründung erzählen? 

Geboren wurde die Idee für Carployee 2018, als meine beiden Mitgründer, Gernot Panholzer und Moritz Wenko und ich feststellten, dass im täglichen Pendlerverkehr beinahe jedes Auto nur mit dem Fahrer selbst besetzt ist. Bei genauerem Hinsehen wurde klar, dass dieses Problem die Hauptursache für die 650.000 Tonnen CO2-Verschmutzung ist, die Pendler täglich verursachen. Die Lösung hierfür sahen wir ganz klar in der Bildung von Fahrgemeinschaften. Carpooling reduziert nicht nur den Verkehr und kommen somit der Umwelt zugute, sondern bietet auch einen gewissen Komfort für Mitarbeiter und Unternehmen. Mittlerweile haben eine Reihe von Konzernen und KMUs in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Vorteil von Carpooling erkannt und haben die Carployee-Lösung umgesetzt. 

 

Damit leistet ihr wirklich einen positiven Beitrag für die Umwelt! 

Nicht nur das: Nutzer sparen Sprit- und Parkgebühren, verwenden ihre Pendelzeit sinnvoll und tragen täglich zu einer effizienten Fortbewegung bei. Zusätzlich werden aktive User mit vom Arbeitgeber bereitgestellten Benefits belohnt. Das Resultat: Kosteneinsparungen für alle Mitfahrer, leichtere Parkplatzfindung sowie weniger Staus am Arbeitsweg.

Gleichzeitig profitieren ebenso die Unternehmen: Die firmeninterne Kommunikation wird erheblich gestärkt, was sich im Employer Branding und einer generellen gesteigerten Attraktivität des Unternehmens im Arbeitsmarkt zeigt. Die messbare Reduktion von CO2-Emissionen sowie Einsparungen von Park- und Infrastrukturkosten sind überzeugende Argumente.

Mit eurer Lösung seid ihr auf jeden Fall ein Teil der Shared-Economy. Wie  wird sich die Zukunft der Mobilität, deiner Meinung nach weiterentwickeln und welche Konzepte werden sich durchsetzen?

Sharing Economy ist und bleibt nicht nur ein Trendwort der heutigen Zeit, sondern auch eine Lösung auf viele Ressourcen- und Umweltprobleme – dies zählt ebenso für die Personenmobilität. Als Zukunftslösung sehe ich unser Konzept im „Big Picture“ einer gesamtheitlichen Vernetzung der Verkehrsstruktur. Wird der Gedanke von Carployee also weitergedacht, so sind sämtliche private und öffentliche Mobilitätslösungen miteinander verbunden. Zusätzlich sehe ich alternative Antriebstechnologien von Fortbewegungsmitteln, von E bis hydrogen als Mobiilitätstrend, welcher sich in den kommenden Jahren extrem durchsetzten wird. Automatisierung und Vernetzung, wie connected mobility und die Interaktion zwischen Mensch und Fortbewegungsmittel werden auch eine größere Rolle einnehmen. Ausgehend von der Corona-Pandemie wird sicherlich der Schutz vor Krankheiten im Mobilitätsverhalten ebenfalls eine größere Bedeutung spielen. Langfristig wird sich die Mobilität in vielseitigen Modalitäten als Dienstleistung durchsetzen und auf höchste Effizienz und Umweltverträglichkeit getrimmt sein. Mobilität zum Zweck der Fortbewegung wird vermutlich als Privatbesitz lediglich in Form von Fahrrädern bestehen.

Wir bedanken uns bei Albert Vogl-Bader für die spannennden Einblicke hinter das Unternehmen Carployee.

Haben Sie Fragen an Carployee oder ParkHere? Melden Sie sich gerne.