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ParkHere Wissen

ParkHere Talks again to Carployee

Die Arbeitsweise befindet sich im Wandel. Homeoffice wird zur Normalität und Büroflächen nur noch reduziert genutzt. Das verändert auch die Mitarbeitermobilität und die Bereitschaft des Einsatzes verschiedener Mobilitätslösungen am Unternehmensstandort.

Das Unternehmen Carployee hat den Wandel erkannt und ein Produkt entwickelt, mit welchem sich das Mobilitätsverhalten der Mitarbeiter analysieren und darauf aufbauend konkrete Handlungsvorschläge ableiten lassen. 

Hallo Albert! Schön, dich heute erneut bei den ParkHere Talks begrüßen zu dürfen. Ihr habt vor einigen Wochen ein neues Produkt gelauncht! Kannst du uns mehr über upScore Mobility erzählen? 

Hallo ParkHere, freut mich sehr, wieder Teil der ParkHere Talks zu sein! Mit dem upScore Mobility Audit haben wir ein Produkt entwickelt, das die betriebliche Mobilität einfach in Zahlen und visuell darstellt. Zusätzlich zeigen wir mit upScore das Potenzial von Verbesserungen auf und schlagen konkrete Maßnahmen vor.  Wir möchten Unternehmen den hartnäckigen Gedanken nehmen, dass eine Verbesserung der Umweltverträglichkeit (Stichwort CO2-Reduktion) immer mit großen finanziellen Investitionen verbunden ist. Anhand vieler Berechnungen haben wir ermittelt, dass durch eine optimierte betriebliche Mobilität sowohl Kosten als auch CO2-Emissionen reduziert werden können. Gleichzeitig wird ein signifikanter Beitrag zur Gesundheit der MitarbeiterInnen geleistet. 

Eigentlich ein wünschenswertes Szenario für Alle. 

Richtig. Die Besonderheit des upScore Mobility Audit ist die Möglichkeit zur Simulation von optimierten Mobilitätsabläufen für Unternehmen. Dadurch lassen sich Potenziale gut berechnen und konkret in Handlungen ableiten. Ganz wichtig: In der Simulation werden auch aktuelle Umstände wie Home-Office-Rate, Belegschaftsveränderungen und Arbeitszeitmodelle berücksichtigt. Alle Unternehmen, welche gleichzeitig Kosten und CO2-Emissionen messbar reduzieren möchten und dabei die Gesundheit der MitarbeiterInnen positiv beeinflussen (ebenso messbar) möchten, profitieren von einem nachhaltigen Mobilitätskonzept. Es bietet sich derzeit die große Chance, gemeinsam mit den MitarbeiterInnen nachhaltige Veränderungen im Unternehmen zu gestalten, die weitreichende und messbare positive Effekte nach sich ziehen. Diese Veränderungen können auch für Zwecke der CSR-Berichterstattung verwendet werden – Stichwort SDGs.

Der Nutzen wird vor allem auch dadurch erweitert, dass zukünftige Szenarien für Standortgestaltung dargestellt werden und Arbeitszeitmodelle noch effektiver werden. 

Vom Carpooling bis zur Mobilitätsanalyse-Plattform. Wie ist die Idee einer Mobilitätsanalyse-Plattform entstanden? 

“Jede Krise bietet auch Chancen” heißt es so schön und genau diese Chance für eine Neugestaltung der betrieblichen Mobilität ermöglicht der upScore Mobility Audit. Es ist aber auch eine Chance für uns als Unternehmen, die Potenziale von Fahrgemeinschaften zu ermitteln, bevor die Carpooling-App überhaupt eingesetzt wird. Die COVID-19-Pandemie hat die Mitarbeitermobilität auf den Kopf gestellt, Mobilitätsgewohnheiten haben sich geändert und viele Menschen haben erstmals von zu Hause gearbeitet. Während der Fokus klar auf der Bewältigung der Krise und ihren wirtschaftlichen Auswirkungen liegt, stellen sich ArbeitgeberInnen auch die Frage, wie es nach der Krise weitergehen wird. In diesem Kontext haben wir gemerkt, dass eine große Unsicherheit bei Unternehmen besteht, weil sie entweder selbst direkt durch die Pandemie getroffen wurden, die Marktentwicklung schwer einschätzen können und/oder mit Personalfreisetzungen konfrontiert sind.

CEO Carployee Albert Vogl-Bader

Da wir uns im Rahmen eines Forschungsprojekts sehr intensiv mit dem sogenannten “globalen Optimum” an Mobilität für einen Standort beschäftigen, war der Schritt zum neuen Produkt nicht weit. Wir hatten schon im Voraus gute Resultate erzielt und wussten aus Erfahrung, dass sich viele potenzielle Kunden nicht für eine Fahrgemeinschafts-App entscheiden, ohne das tatsächliche Potenzial für die Nutzung zu kennen. Um ehrlich zu sein, würde ich das als Unternehmen in diesen unsicheren Zeiten auch nicht machen.

Du sprichst von einem Wandel der Mitarbeitermobilität durch die Pandemie. Welche Auswirkungen hatte Corona auf Carpooling?

Die Auswirkungen im März waren enorm – der erste “Lockdown” hat die Nutzung um fast 95 % reduziert. Die Nutzerzahlen haben sich ab Juni wieder gut erholt und danach sind sie bis Oktober weiter gewachsen. Wir konnten beobachten, dass sich der Besetzungsgrad auf ziemlich genau 2 Personen je Auto einpendelte und damit konnten auch die COVID-19 Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Jetzt in Rahmen der zweiten Welle sehen wir eine Stagnation der Nutzung, jedoch keinen so drastischen Einbruch wie im Frühjahr.

Als großer Vorteil von Carployee hat sich das Thema Contact Tracing ergeben. So können wir Verdachtsfälle entlang des Arbeitsweges gut abbilden und trotzdem für effizientere Mobilität sorgen.

Wie siehst du die Zukunft der Mobilität und welchen Platz werdet ihr als Unternehmen dabei einnehmen? 

Wir sind Teil der betrieblichen Mobilität und unsere Zukunft liegt darin, dass wir effiziente, umwelt- und kostenfreundliche sowie gesunde Mobilität für ArbeitnehmerInnen ermöglichen. Unser Steckenpferd sind dabei 2 Schwerpunkte: Einerseits evaluieren wir das Mobilitätsoptimum und andererseits bedienen wir die Userinteraktion, damit das Optimum erreicht werden kann. So können wir Mobilitätsvorhersagen und Vorschläge für einzelne User treffen, welche gesamtheitlich für alle am sinnvollsten sind – Stichwort “Predictive Mobility”.

Wir bedanken uns bei Albert Vogl-Bader für das sympathische Gespräch und die interessanten Einblicke.

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