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ParkHere Wissen

Mitarbeiterzufriedenheit in Corona-Zeiten: Warum Parkplätze wichtig sind

Die Corona-Pandemie verändert die Arbeitswelt tiefgreifend, sowohl in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Lage als auch in Bezug auf Strukturen und Abläufe. Das schafft Verunsicherung bei den Arbeitnehmern – und wirkt sich negativ auf deren Produktivität aus. Unternehmen müssen sich daher darum bemühen, ihre Mitarbeiter in der Krise zu motivieren. Ein durchdachtes Parkkonzept kann dabei eine große Hilfe sein.

Angst ist der größte Leistungskiller, dicht gefolgt von Dauerstress. Menschen, die Angst haben, sind in ihrem Denken blockiert oder zumindest weitgehend eingeschränkt – das gilt in der Hirnforschung als belegt. Sie sind weder kreativ noch innovativ und insofern bestenfalls mittelmäßig produktiv. In je höherem Maße Arbeit mit Angst besetzt ist, desto weniger dürfen Arbeitgeber „Out-of-the-box“-Denken erwarten. Insofern muss es im Interesse eines jeden Arbeitgebers liegen, für ein möglichst angst- und stressfreies Arbeitsumfeld zu sorgen. In einer weltweiten Pandemie ist das allerdings nicht ganz einfach.

Home Office: keine Generallösung

Alles, was auf digitalem Weg passiert, ist kontaktfrei und birgt kein Infektionsrisiko – daher ist es nicht verwunderlich, dass die Corona-Pandemie den digitalen Wandel stark beschleunigt hat. Besonders deutlich zeigt sich das im Hinblick auf Home Office: Nach einer vom ifo-Institut durchgeführten Personalleiterbefragung hatten vor der Corona-Krise rund 40 Prozent der Belegschaften in deutschen Unternehmen von Zuhause aus gearbeitet. Mit dem Ausbruch der Pandemie erhöhte sich der Prozentsatz auf 60 Prozent. Ob das so bleibt, ist allerdings fraglich, denn viele Unternehmen sind mit dem derzeit hohen Anteil an Heimarbeit nicht glücklich. In einer ESET-Studie, in der mehr als 620 Unternehmen zu den durch Corona veränderten Arbeitsbedingungen befragt wurden, beklagte fast ein Drittel (31 %) einen Rückgang der Produktivität durch Home Office. Das betrifft vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen, die noch nicht so gut digitalisiert sind. Diese machen aber den Großteil der Beschäftigung und der Wertschöpfung aus. Auch etliche Angestellte wollen wieder zurück ins Büro – sie haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass sich bei der Home-Office-Arbeit Beruf und Privatleben stärker miteinander vermischen, als es ihnen lieb ist.4 Die Etablierung von Home Office ist zwar grundsätzlich ein Zukunftstrend, sie ist aber keine Generallösung zur Aufrechterhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit in Pandemiezeiten.

Parkplätze geben Sicherheit – in mehrfacher Hinsicht.

Außer zu einem verstärkten Aufkommen von Home-Office-Arbeit hat die Corona-Pandemie auch zu einer vermehrten Nutzung von Individualverkehrsmitteln geführt, insbesondere von Autos. Das DLR-Institut für Verkehrsforschung untersuchte in der ersten Hälfte des Jahres 2020 zweimal das Mobilitätsverhalten in der Gesellschaft – einmal im April und einmal im Juli. Ziel der Untersuchungen war es, herauszufinden, wie sich einerseits der Lockdown und anderseits die Aufhebung des Lockdowns auf die Mobilitätsgewohnheiten ausgewirkt hatten. Ergebnis: Die Nutzung von individuellen Verkehrsmitteln (Auto und Fahrrad) hatte im Lockdown deutlich zugenommen, die Nutzung von Gemeinschaftsverkehrsmitteln (Bussen, Bahnen, Ride-Sharing-Shuttles) hatte entsprechend abgenommen. Diese Veränderung blieb nach Aufhebung des Lockdowns erhalten; die Bevorzugung individueller Verkehrsmittel hat heute noch Bestand. Verhaltensweisen, die sich im Ausnahmezustand eingebürgert haben, beeinflussen Anschauungen und Routinen offenbar dauerhaft. Pendler werden also auf absehbare Zeit vornehmlich mit dem Auto zur Arbeit kommen. Daraus ergibt sich, dass Parkplätzen am Arbeitsplatz im Hinblick auf Mitarbeiterzufriedenheit eine erhebliche Bedeutung zukommt. Unternehmenseigene Parkplätze geben Arbeitnehmern Sicherheit, und zwar in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ermöglichen sie ihnen eine geschützte Anreise ohne Infektionsrisiko, zum anderen nehmen sie ihnen die Sorge, keinen Stellplatz in der Nähe der Arbeitsstätte vorzufinden (und vor Arbeitsantritt viel Zeit und Treibstoff mit Parkplatzsuchfahrten vergeuden zu müssen).

Megatrend New Work: Parkplätze unterstützen das „Neue Arbeiten“.

Das Vorhalten von Mitarbeiterparkplätzen ist aber auch noch aus einem anderen Grund sinnvoll: Es passt zum New-Work-Trend. Der Terminus „New Work“, geprägt von dem austro-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann, ist längst vom Buzz-Word zum Konzeptbegriff geworden. Er bezeichnet eine Art des Arbeitens, die von einem hohen Maß an Selbstbestimmtheit aufseiten der Arbeitnehmer gekennzeichnet ist. New Work soll jedem Angestellten Freiräume und neue Wege zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit bieten und dadurch die Produktivität der Belegschaften von Unternehmen insgesamt erhöhen. Indem man Angestellten mehr Handlungsfreiheiten zugesteht, ermutigt man sie zum Kreieren von Lösungen, die auf Führungsebene vielleicht nie gefunden worden wären. Damit einher geht eine flexiblere Arbeitsorganisation, insbesondere im Hinblick auf Arbeitszeiten: Da im Rahmen von New Work bevorzugt projektbezogen gearbeitet wird, sind verbindliche Büroarbeitszeiten für Unternehmen mit New-Work-Anspruch obsolet. Stattdessen finden sich die Angestellten genau dann am Arbeitsplatz ein, wenn es im Sinne einer effizienten Team-Zusammenarbeit erforderlich bzw. sinnvoll ist – und das muss nicht jeden Tag um Punkt 8 Uhr sein. Da ist es hilfreich, wenn jeder Beschäftigte zu jeder Tages- oder auch Nachtzeit auf einen freien Stellplatz zählen kann.

Zum Parkplatz-Angebot gehört ein intelligentes Parkkonzept!

Damit der allzeit freie Stellplatz aber wirklich gewährleistet ist, braucht es mehr als nur Parkflächen – es braucht auch ein intelligentes Parkkonzept. Firmenparkplätze, die nicht gemanagt werden, sind, sofern sie nicht sehr großzügig bemessen sind, eher Frustquelle als Motivationshilfe. Wenn nämlich nur diejenigen Mitarbeiter regelmäßig einen Stellplatz finden, die morgens als erste da sind, konterkariert das die flexible Arbeitsorganisation. Mehr noch: Das New-Work-Konzept, das auf Gleichbehandlung und auf einer „demokratisierten“ Zusammenarbeit über Hierarchieebenen hinweg aufbaut, wird dadurch ad absurdum geführt. Ähnlich verhält es sich bei personenbezogener Stellplatzvergabe: Werden bei diesem System die Stellplätze knapp, sodass nur noch diejenigen Mitarbeiter entspannt zur Arbeit fahren können, die einen sicheren Platz haben, erzeugt dies bei den parkplatzlosen Mitarbeitern automatisch Unzufriedenheit. Es empfiehlt sich daher für Unternehmen, zusammen mit den Parkplätzen auch ein gerechtes und kapazitätssparendes Parkplatzmanagementsystem anzubieten. Lösungen wie das System von ParkHere, bei dem alle angemeldeten Nutze sowie Besucher und Lieferanten per App einen Parkplatz buchen können, erfüllen diesen Anspruch optimal.

Fazit

Schon vor Ausbruch der Pandemie fühlte sich jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland sehr gestresst. Die Corona-Krise mit Kurzarbeit und Kündigungswellen hat die Stimmung in den Unternehmen nochmals gedrückt, wie Umfragen belegen. Umso wichtiger ist es da für Unternehmen, den Mitarbeitern eine sichere Anreise zur Arbeitsstätte zu ermöglichen, damit sich zur Angst um den Job nicht auch noch Angst um die Gesundheit gesellt. Firmenparkplätze sind dafür ein probates Mittel. Sie haben überdies auch noch einen psychologischen Aspekt: Stellt der Arbeitgeber den Mitarbeitern Parkplätze zur Verfügung, so fühlen sich die Mitarbeiter in der Krise „umsorgt“ und wertgeschätzt. Krisen prägen das Verhältnis zwischen Unternehmen und Mitarbeitern ungemein – Unternehmen, die in schlechten Zeiten für ihre Mitarbeiter da sind und deren Sorgen und Befürchtungen ernst nehmen, können in besseren Zeiten auf deren Loyalität bauen. Unternehmen hingegen, die Krisenbewältigung auf dem Rücken der Belegschaft betreiben, schüren Abwanderungsbereitschaft. Kurzarbeit, ein unbeholfener Umgang mit dem Thema Anreise zu Corona-Zeiten und das Beharren auf pünktlicher Präsenz im Büro führen wahrscheinlich zum Verlust von Leistungsträgern. Vor diesem Hintergrund sind effizient gemanagte Firmenparkplätze heute mehr als nur ein Komfort-Feature für die Belegschaft – sie sind ein Stück souveränes Krisenmanagement.

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Quellen:

1 aachener-zeitung.de (2014): Angst ist der Tod der Kreativität. (https://www.aachener-zeitung.de/ratgeber/bildung-beruf/angst-ist-der-tod-der-kreativitaet_aid-26043473)

2 statista.com (2020): Corona-Krise: Anteil der Belegschaft, der im Homeoffice arbeitet (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1140049/umfrage/corona-krise-homeoffice-nutzung-und-potenzial/)

3 heise.de (2020): Studie: Wie Corona die Arbeitswelt verändert (https://www.heise.de/news/Studie-Wie-Corona-die-Arbeitswelt-veraendert-e-4893212.html)

4 1.wdr.de (2020): Homeoffice (https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/homeoffice-steigende-infektionszahlen-100.html)

5 elektroninet.de (2020): DLR-Studie: Öffentliche verlieren, Individualverkehr gewinnt. (https://www.elektroniknet.de/automotive/wirtschaft/oeffentliche-verlieren-individualverkehr-gewinnt-an-bedeutung.179874.html)

6 rtl.de (2015): Stress ist ein Leistungskiller (https://www.rtl.de/cms/stress-ist-ein-leistungskiller-239129.html)

7 springerprofessional.de (2020): Mitarbeiterstimmung ist in der Krise gedrückt. (https://www.springerprofessional.de/mitarbeitermotivation/corona-krise/mitarbeiterstimmung-ist-in-der-krise-gedrueckt/18161968)