Mit intelligenter Parkraumnutzung gegen Ungerechtigkeit

In Deutschland pendeln jedes Jahr 13 Millionen Menschen zu ihrem Arbeitsplatz und wieder zurück. Für den täglichen Arbeitsweg wählen rund 67 % von ihnen das Auto, was es mit Abstand zum beliebtesten Fortbewegungsmittel aller Berufspendler macht.

Jeder dieser 13 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer benötigt für die Dauer der Arbeitszeit folglich einen Parkplatz. Besonders in urbanen Räumen sind diese aber schwer zu kriegen. 

Mitarbeiterparkplätze sind daher ein hohes Gut für jeden Arbeitnehmer, der von außerhalb zur Arbeitsstätte fahren muss. Dies sorgt für steigenden Druck auf Seiten der Arbeitgeber, möglichst viele Parkplätze für die Besatzung zu schaffen. Denn nicht nur Berufspendler fahren mit dem Auto zur Arbeit, sondern auch Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz, welche aufgrund verschiedener Familiensituationen ein Fahrzeug benötigen.
Jedoch ist nicht jeder Firmenstandort dafür geschaffen genügend Mitarbeiterparkplätze bauen oder kaufen zu können. Oftmals stehen naheliegende Parkhäuser oder -plätze zur Verfügung, um eine gewisse Anzahl von Stellflächen anzumieten und diese weiter an die Mitarbeiter zu vermieten.
Hoher Konkurrenzkampf unter Kollegen um die besten Parkplätze kann die Folge sein, was schnell zu Ungerechtigkeitsgedanken und infolgedessen zu unmotivierten Mitarbeitern führt. 

Der Mitarbeiterparkplatz ist unter Kolleginnen und Kollegen noch häufig ein Statussymbol für Vertrauen aus der Chefetage und dem eigenen Standing innerhalb des Teams. Was der Stellenwert von Parkplätzen am Arbeitsplatz für Folgen haben kann und wie Stellplätze gerne vergeben werden, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Den Weg zur Arbeit selbst organisieren

Ob als simples Statussymbol oder dringend notwenige Unterstützung – einen rechtlichen Anspruch auf einen Firmenparkplatz hat der Arbeitnehmer nicht. Dies wäre nur erforderlich, wenn die Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar ist. In allen anderen Fällen muss der Arbeitnehmer seinen Weg zur Arbeit selbst organisieren und kann seinen Arbeitgeber nicht in die Pflicht nehmen. Auch auf die Hilfe des Betriebsrats, falls vorhanden, kann der Mitarbeiter nicht hoffen. Denn manchen Arbeitgebern ist es aufgrund der Lage des Unternehmens nicht möglich Parkplätze zur Verfügung zu stellen, wenn sich beispielsweise der Firmensitz in einer Fußgängerzone oder in einem Altbau befindet. 

Ist für einen Arbeitnehmer der Job unweigerlich mit einem Mitarbeiterparkplatz verbunden und möchte dies durchsetzen, sollte er oder sie diesen Wunsch möglichst im Arbeitsvertrag festhalten, um daraus später einen Anspruch geltend zu machen. Dennoch ist zu beachten, dass nicht jeder Parkplatz für Arbeitnehmer auch kostenlos nutzbar sein muss. Da Parkplätze Kosten verursachen, ist es dem Chef freigestellt, ob er die Nutzung des Parkplatzes in Rechnung stellt oder nicht. Dies wird oftmals direkt über die Buchhaltung mit dem Gehalt verrechnet. 

Abbildung 1: Mitarbeiterparkplätze sind ein wertvolles Gut

Mehr Mitarbeiter als Plätze – Gleichberechtigung bei der Parkplatzverteilung

Stehen dem Arbeitgeber Parkplätze zur Verfügung, sind es selten genügend Parkplätze für alle Mitarbeiter im Unternehmen. Besonders in urbanen Räumen sind öffentliche und private Parkplätze Mangelware, sodass Unternehmen oftmals nur eine begrenzte Anzahl an Stellflächen für ihre Mitarbeiter anmieten oder kaufen können. Wie die wenigen Parkplätze daraufhin verteilt werden, liegt allein beim Arbeitgeber. Grundsätzlich darf er selbst entscheiden, an wen die Parkplätze gehen, solang er sich an zwei Regeln hält: 

  1. Der Betriebsrat, sollte einer im jeweiligen Unternehmen vorhanden sein, hat ein Mitsprachrecht bei der Vergabe von Parkplätzen
  2. Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz sowie das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz müssen eingehalten werden. 

Die Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzt spricht aber nicht gegen die Bevorzugung von Führungskräften bei der Vergabe von Stellflächen. Vielmehr soll durch diese Gesetzgebung sichergestellt werden, dass nicht aus Willkür einige Mitarbeiter gegenüber anderen in vergleichbarer Lage und Position benachteiligt werden. 

Feste Stellplatzvergabe und die wirtschaftlichen Folgen

Trotz  des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz führt die feste Stellplatzvergabe durch den Arbeitgeber unweigerlich zu Konkurrenzgedanken unter den Kollegen und kann sich folglich auch auf das Arbeitsklima auswirken. Das wiederum kann auch wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen. Unmotivierte und unzufriedene Arbeitnehmer kosten der deutschen Volkswirtschaft jährlich bis zu 103 Milliarden Euro. Daher ist jeder Arbeitgeber bestrebt, die Mitarbeiterzufriedenheit aufrecht zu halten. Diese wird jedoch jeden Tag aufs Neue strapaziert, wenn man als Angestellter bei einer festen Stellplatzvergabe nicht berücksichtigt wurde und sich auf umliegenden Straßen nach freien Parkplätzen umschauen muss. 

Währenddessen stehen oftmals Parkplätze auf dem Firmengelände frei, weil die Parkplatzinhaber krank, im Urlaub oder Homeoffice sind – eine unwirtschaftliche Parkraumbewirtschaftung, da diese Parkplätze von anderen Mitarbeitern hätten belegt werden können. 

Gleichbehandlungsgesetz schützt vor nicht vor Ungerechtigkeit 

Im Zuge der festen Stellplatzvergabe, ist das „first come-first serve“ Prinzip ein beliebtes Verfahren von Arbeitgebern, um die Parkplätze unter den Mitarbeitern zu verteilen. Doch auch hier besteht, trotz des Gleichbehandlungsgesetzes, eine Ungerechtigkeit unter den Arbeitnehmern. Neue Kolleginnen und Kollegen haben gar keine Chance auf einen Parkplatz, da sie aufgrund ihrer noch kurzen Firmenzugehörigkeit ganz unten in der Warteliste stehen. Dass diese Mitarbeiter eventuell diejenigen sein könnten, die einen Stellplatz dringender benötigen als andere, wird bei dieser Vergabe Strategie nicht berücksichtigt. 

ParkHere Buchungsvorgang

Abbildung 2: Die Buchung eines Parkplatzes über die ParkHere App kann viele Probleme lösen

Intelligentes Parkraummanagement als Lösung

Um den Problemen der ungerechten Parkplatzvergabe entgegenzuwirken, ist eine intelligente Parkraumbewirtschaftung mit klarem Konzept von Nöten. Das Parkraummanagementsystem von ParkHere kann sich, aufgrund seiner Vielseitigkeit, den verschiedensten Szenarien anpassen und seine einzelnen Komponenten auf das jeweilige Unternehmen anpassen. 

Durch ein Schrankensystem, inklusive Kennzeichenerkennung, an der Einfahrt, schützen Unternehmen ihre Parkplätze vor Falschparkern, die die teuren Stellflächen der Mitarbeiter besetzen. Durch ein Reservierungssystem, welches sich Mitarbeiter per App auf das Smartphone laden können, ist es möglich, sich Parkplätze für bestimmte Zeiträume zu reservieren, was zu einer besseren Auslastung des gesamten Parkraums führt. 

Beispiel:
Befindet sich ein Mitarbeiter im Urlaub, benötigt er oder sie in dieser Zeit keinen Parkplatz, wodurch jemand anderes die Chance bekommt, eine Stellfläche zu reservieren. 

Kolleginnen und Kollegen im Schichtbetrieb brauchen nur zu bestimmten Tageszeiten einen Parkplatz. Für die restliche Zeit können andere Mitarbeiter die Plätze nutzen. So entsteht eine grundsätzliche Chancengleichheit für die komplette Belegschaft, was sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt und die Motivation steigert. 

Fazit

Bei der Stellplatzvergabe an Mitarbeiter können Arbeitgeber leicht Fehltritte vermeiden, wenn sie sich für eine intelligente Parkraumbewirtschaftung entscheiden. Kurzfristig führt dies zu höherer Mitarbeiterzufriedenheit und Leistungsbereitschaft. Langfristig führt diese Leistungsbereitschaft zu höherer Produktivität, dahingehend mehr Umsatz und somit wirtschaftlichem Erfolg. 

Das Münchner Start-up ParkHere hat sich auf die Entwicklung von intelligenten Parkraumsystemen spezialisiert und bereits diversen Unternehmen bei der Bewirtschaftung von Parkräumen erfolgreich geholfen. 


Quellen:

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistische-Analysen/Interaktive-Visualisierung/Pendleratlas/Pendleratlas-Nav.html

https://de.statista.com/infografik/10822/die-haeufigsten-verkehrsmittel-der-berufspendler/

http://www.arbeitsratgeber.com/mitarbeiterparkplatz/

https://www.betriebsrat.com/gleichbehandlungsgrundsatz

https://t3n.de/news/schlechte-fuehrungskraefte-kosten-deutschland-zwischen-77-und-103-milliarden-euro-1105820/

https://blog.wiwo.de/management/2014/09/10/parkplatze/

zuletzt abgerufen am 18.05.2020