Nach den Lockerungen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise nehmen viele Unternehmen und Geschäfte langsam wieder den Betrieb auf, allerdings nur unter besonderen Auflagen. Diese neuerdings von der Politik beschlossenen Auflagen der Bundesregierung zielen auch in den Bereich des Parkens von Fahrzeugen ab. Unternehmen sind dazu verpflichtet Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Auflagen, wie zum Beispiel die Abstandsregel einzuhalten. Mit der Wiederaufnahme vieler Geschäftsbetriebe im Zuge der Lockerungen, ist die Nachfrage nach praktischen Lösungen besonders hoch. Unternehmen und Geschäfte müssen geeignete Maßnahmen ergreifen finden, um die Auflagen der Bundesregierung und der einzelnen Länder zu erfüllen.

Arbeitsschutz beginnt auf dem Weg

Es gibt in vielen Unternehmen Mitarbeiter ohne eigenen PKW, denen es nicht möglich ist auf alternative Mobilitätskonzepte in dieser Zeit umzusteigen. Diese werden nach wie vor auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen müssen, um ihren täglichen Arbeitsweg zurückzulegen. Da dort in den meisten Bereichen der Mindestabstand von 1,5 Metern gar nicht oder nur schwer einzuhalten ist, ist es umso wichtiger, den Betroffenen genügend Schutzmöglichkeiten wie Handschuhe und Mund-Nasen-Bedeckung zur Verfügung zu stellen. Das Ziel ist es das Infektionsrisiko bereits auf dem Weg zur Arbeit so gering wie möglich zu halten, um einer möglichen Verbreitung innerhalb des Unternehmens aus dem Weg gehen zu können. Desinfektionsmittel sollte als eine weitere wichtige Maßnahme an möglichst vielen Stellen im Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, so kann eine Verbreitung vermieden werden und das Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter und Besucher gehoben werden. Trotz dieser Regelungen werden einige  Mitarbeiter, die vorher den ÖPNV genutzt haben, aus hygienischen Gründen auf den eigenen PKW umsteigen. Dies wird zu einer Erhöhung des Autoverkehrs und vor allem auch des Parksuchverkehrs an beliebten Zielorten, wie zum Beispiel dem Arbeitsplatz, führen. Dort müssen die Auflagen des Abstandes ebenfalls eingehalten werden.

Abbildung 1: Enges Parken wie hier im Bild ist gerade nicht möglich

Parkplatzkonzepte – wer benötigt eines und was muss beachtet werden? 

In diesem Zusammenhang sind innovative Parkraumkonzepte gefragt. Diese müssen von allen Unternehmen und Geschäften erstellt werden, die eigenen Kundenparkplätze zur Verfügung stellen, als eine Maßnahme des Infektionsschutzes (BayMBl 2020 Nr.205 16.04.2020, § 2 VI Nr. 4). Diese Parkplatzkonzepte zielen darauf ab, sowohl den Mindestabstand zwischen Besuchern, als auch eine Einhaltung der maximal zulässigen Kunden- und Mitarbeiterzahl zu gewährleisten. Ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Parkplätze zu hoch für die zugelassene Menge an Personen, sollten Maßnahmen zur Verknappung und besseren Planung der Parkflächen ergriffen werden. 

Diese Maßnahmen sollten Sie ergreifen

Absperren der Parkplätze 

Eine Möglichkeit die zulässigen Parkflächen zu kennzeichnen, wäre durch ein Absperren einzelner Parkplätze zu erreichen oder durch das Aufstellen von Schildern, das bei nummerierten Parkplätzen nur die geraden Parkplatznummern zur Nutzung freigibt. Auch Zufahrtsbegrenzungen könnten eine Einhaltung der Besucherzahlen gewährleisten, jedoch sind für beide Konzepte eine erhöhte Anzahl von Mitarbeitern von Nöten, um die Zusatzarbeit und die Einteilung der Parkplatzsuchenden auf die jeweiligen Parkplätze vorzunehmen. 

Parkplatzangebot erweitern

Eine weitere Möglichkeit könnte eine Erweiterung des Parkplatzangebots durch die Einbindng umliegender Parkflächen bieten, so kann mehr Platz geschaffen werden und der Mindestabstand besser eingehalten werden, jedoch müssen auch hier weitere Maßnahmen ergriffen werden, um den Abstand sicher zu stellen. 

Maximal zulässige Parkdauer einführen

Auch über eine maximal zulässige Parkdauer können die Zahlen eingehalten werden, da durch die Senkung der Verweildauer der Kunden und Besucher aktiv auf die Anzahl eingewirkt werden kann. 

 

Das Absperren, die Erweiterung und eine Maximalparkdauer einzuführen erfordert einen hohen Mehraufwand der Unternehmen und Geschäfte, der sich nicht nachhaltig auszahlt, aber notwendig ist um das Infektionsrisiko zu senken.

Auf neue innovative Konzepte setzen 

Für viele Unternehmen könnte die Lösung ihres Parkplatzkonzeptes direkt mit einer effizienteren Parkraumnutzung der jeweiligen Flächen, auch in Nach- Corona- Zeiten, Hand in Hand gehen. 

Das Startup ParkHere bietet mit seiner individuell konfigurierbaren Komplettlösung zur effizienten Parkraumbewirtschaftung die Möglichkeit, Besuchern Stellplätze für einen bestimmten Zeitraum zu reservieren. Mit dieser Option ist es möglich, sowohl die Abstandsregelung einzuhalten, als auch die Besucherzahl zu beschränken

Durch die Flexibilität bei der Reservierung  eines Stellplatzes durch das System, kann sichergestellt werden, dass zum Beispiel nur jeder zweite Parkplatz belegt wird. Über den bestimmten Zeitraum lässt sich auch eine maximal zulässige Parkdauer verwirklichen. Die Ein- und Ausfahrt zu den Parkflächen kann über das smarte Terminal kontaklos durch Kennzzeichenerkennung geregelt werden. Damit werden weder physischen Parkkarten in Anspruch genommen noch muss der Fahrer/in das Fenster des Fahrzeugs öffnen.  So kann sowohl die Besucheranzahl, als auch das Infektionsrisiko nachhaltig gesenkt werden. 

Nach Ende der Sonderregeln, kann dieses System normal genutzt werden, um eine optimierte Parkraumbewirtschaftung zu betreiben. Dadurch kann die Auslastung erhöht, die Rückstaus an Einfahrten minimiert und ein flexibleres Parkangebot für Mitarbeiter und Besucher geschaffen werden. Durch den wegfallenden Parksuchverkehr entstehen außerdem weniger Emissionen und der Kraftstoffverbrauch kann gesenkt werden. 

QR-Code Scan at the ParkHere Terminal

Abbildung 2: QR-Code Scan am ParkHere Terminal

In die Zukunft zu investieren

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Handlungsempfehlungen in diesen schwierigen Zeiten mit an die Hand geben sollten. Dementsprechend sollte der ÖPNV weitestgehend gemieden werden und möglichst auf das Fahrrad oder das Auto umgestiegen werden. Auch beim Fahrradparken sollte jedoch ein Mindestabstand eingehalten werden. Um dem, durch die  erhöhte PKW Nutzung entstehenden Parksuchverkehrs entgegenzuwirken, könnte eine Installation eines Parksystems, eine Lösung bieten. Zudem kann ein solches System auch nach Ende der Auflagen eine Möglichkeit bieten, den Parkraum effizienter zu nutzen und so sowohl die Emissionen zu reduzieren, als auch die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. So könnte aus der Krise eine nachhaltige Investition in die Zukunft entstehen.

Quellen:

https://www.ihk-nuernberg.de/de/corona-virus/parkplatzkonzept-hinweise-fuer-unternehmen

https://www.ihk-muenchen.de/corona-unternehmen-hygiene/

 Quellen zuletzt abgerufen am 13.05.2020