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ParkHere Wissen

Neues Forschungsprojekt für Quartiere: ParkHere arbeitet mit Partnern an neuem urbanem Verkehrskonzept

Der motorisierte Individualverkehr (MIV) hat unsere Mobilität über 130 Jahre lang geprägt. Inzwischen haben sich die Spielregeln für Fortbewegung und Transport aber geändert: Klimawandel, voranschreitende Urbanisierung und ein zunehmendes Bewusstsein für die Begrenztheit von Rohstoffen machen ein Umdenken erforderlich. In Zukunft sollte unsere Mobilität weniger stark vom MIV dominiert werden. Wie aber kann man den Verkehr vor allem auch bei Mixed-Use Immobilien so organisieren, dass er die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mieter und Vermieter in einem urbanen Raum suffizient, komfortabel und klimafreundlich abdeckt? Damit beschäftigt sich das Forschungsprojekt MIIQ, an dem ParkHere beteiligt ist.

Digitale Vernetzung als Basis

Rund 80 Prozent der weltweit emittierten Treibhausgase kommen aus Städten – allein das ist schon ein guter Grund, intensiv über alternative Verkehrskonzepte in urbanen Ballungsräumen nachzudenken. Hinzu kommen überlastete Straßen, zunehmende Lärm- und Lichtverschmutzung und ein Mangel an Parkflächen. Kein Wunder, dass sich immer mehr Städterinnen und Städter ein flexibles, klimafreundliches und engmaschiges Mobilitätsangebot wünschen, das den Besitz eines eigenen Fahrzeugs überflüssig macht. Dass ein solches Angebot einer digitalen Basis bei Mixed-Use-Immobilien bedarf, liegt auf der Hand: Nur mittels umfassender Vernetzung kann ein Zusammenspiel aus Mobilitätsservices, Parkraummanagement und Immobilienbewirtschaftung organisiert werden, das Berufspendlern, Städtereisenden, Einkaufstouristen und Anwohnern gleichermaßen entgegenkommt.

Der Schlüssel zu neuen Mobilitätskonzepten: zukunftsorientierte Immobilienprojektentwicklung

Wo muss man ansetzen, wenn man die Mobilitätsbedürfnisse verschiedener Nutzergruppen in städtischen Arealen MIV-arm erfüllen will? Dieser Frage geht ParkHere mit zwei strategischen Verbundpartnern – der Urban Standards GmbH und der Exxeta AG – seit März 2022 im Rahmen eines Forschungsprojektes nach. Ausgangspunkt aller Überlegungen sind moderne Gewerbeimmobilien: Da jedes neue Immobilienprojekt heute eine sorgfältige Mobilitätsplanung erfordert, ist das Thema Gewerbeimmobilienentwicklung mit dem Thema Mobilitätsentwicklung praktisch gleichzusetzen. Sehr wichtig ist dabei der Themenbereich Parkplätze – denn in Deutschland regeln Stellplatzverordnungen, wie viele Parkplätze für Individualverkehrsmittel ein neu zu erbauendes Gebäude haben muss. Je durchdachter aber das Mobilitätskonzept ist, desto weniger Stellplätze müssen vorgehalten werden.

Projekt MIIQ – Mobilitätsdienst-Integration für die Immobilienwirtschafts und die Quartiersentwicklung

Das Forschungsprojekt trägt den Titel „Mobilitätsdienst-Integration für die Immobilienwirtschafts und die Quartiersentwicklung“ (MIIQ) und ist Teil des Bayerischen Verbundforschungsprogramms (BayVFP). Im Wesentlichen geht es darum, den für ein Immobilienprojekt anfallenden Individualverkehr über eine digitale Plattform intelligent zu steuern – und zwar möglichst so, dass den Nutzern attraktive Alternativen zum Privatfahrzeug geboten werden. Dazu sollen verschiedene Mobilitätsmöglichkeiten, wie Carsharing, Bikesharing etc., miteinander verknüpft werden. Die konkreten Ziele lauten also:

  • Erarbeitung neuer Mobilitätsfelder
  • Einbindung von MIV-substituierenden Mobilitätsangeboten in das Mobilitätskonzept eines Immobilienprojekts
  • Entwicklung einer digitalen Steuerungsmöglichkeit (Plattform)

Verteilte Aufgaben

Die Urban Standards GmbH ist für die Strategieentwicklung, für die Spezifikationen und für die allgemeine Pilotierung zuständig, sie hat auch die Projektleitung inne. Die Exxeta AG beschäftigt sich mit der technischen Seite, d. h. mit der Anwendungsentwicklung. ParkHere fokussiert sich auf die Erweiterung von Anwendungsfeldern im dynamischen Parkraummanagement und auf die Verknüpfung dieser Felder mit der Gesamtanwendung. Das Münchner Startup ist in dem Feld seit einigen Jahren schon Experte. Das Projekt ist für zwei Jahre angesetzt. Im April 2024 wird sich also zeigen, ob der MIV als „Mobilitätsdominator“ ausgedient hat und was ihn künftig ersetzen kann.