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ParkHere Wissen

Die Mobilität von morgen – digitale Konzepte für die Zukunft

Der 29. Januar 1886 gilt als die Geburtsstunde des Automobils. An diesem Tag meldete Carl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ zum Patent an. Seitdem ist die Mobilität stets von Veränderung und Entwicklung geprägt.

Egal, ob immer größer, kleiner, schneller – Stillstand in Zusammenhang mit Mobilität hat es seit dem geschichtsträchtigen Tag 1886 nicht mehr gegeben.

Dies ist in der heutigen Zeit nicht anders. Aufgrund der stetig steigenden Einwohnerzahlen in Großstädten und den damit einhergehenden Verkehrsproblemen befindet sich die Mobilität weiterhin im Wandel. Um den wachsenden Verkehrsdruck und der Parkplatzknappheit entgegenzuwirken, arbeiten Wirtschaft und Politik an zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten.

Fest steht: Die Mobilität wird nachhaltig, automatisiert und teilbar sein. 

Postfossiles Mobilitätszeitalter – Die emissionsarme Zukunft

„Wasserstoff ist das neue Öl!“, sagte 2011 der damalige Daimler Chef Dieter Zetsche. 2017 gründeten dreizehn Unternehmen aus der Energie- und Automobilbranche die Wasserstoffallianz „Hydrogen Council“, um der Wasserstofftechnik zum Durchbruch zu verhelfen. Laut einer Shell-Studie kann Wasserstoff in Zukunft zu 100 % aus erneuerbaren Energien hergestellt werden. Fahrzeuge, welche mit dieser Technik ausgestattet sind, sollen eine Reichweite von mehr als 500 km erreichen können und eine Tankfüllung nicht länger als fünf Minuten dauern. Einige wenige Modelle sind schon auf den Straßen zu finden. Jedoch ist eine andere Technik derzeit noch erfolgreicher.

Die Abkehr von Verbrennungsmotoren hin zu E-Autos findet in der allgemeinen Bevölkerung bereits in kleinen Schritten statt. Im Januar 2020 fuhren bereits über 136.000 Autos mit Elektromotor auf Deutschlands Straßen. Jedoch hängt der Wechsel zum emissionsarmen Verkehr nicht nur am Fahrzeug und seinem Motor. Vielmehr wird der gesamte Verkehr, von den Fahrrad- und Fußwegen, über den normalen Straßenverkehr, bis hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln in den Innenstädten, geprüft und optimiert. Erforderlich sind dafür intelligente und vernetze Verkehrsmittel sowie eine nachhaltige Energieinfrastruktur. Elektrofahrzeuge sind ein wichtiger Bestandteil dieser Energiewirtschaft, da sie den Beginn einer anderen Herangehensweise der Zusammenarbeit von Mobilität und Energie darstellen. 

Sharing Mobility

Abbildung 1: Sharing Modelle in allen Bereichen der Mobilität erfreuen sich immer größerer Bedeutung

Teilen statt besitzen – Sharing Modelle auf und neben der Straße 

Ein weiterer Trend der vergangenen Jahre, der auch in Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen wird, ist die Verteilung der Fortbewegungsmittel. Carsharing erfreut sich in Großstädten immer größerer Beliebtheit. Anfang 2019 lag die Zahl der Nutzer von Carsharing Angeboten bei 2,46 Millionen Kunden. „Teilen statt besitzen“ wird in der Mobilität der Zukunft eine immer größere Rolle spielen.

Dabei geht es nicht ausschließlich um Pkws. Ebenso Fahrräder, Motorroller, E-Scooter und Parkplätze sind schon heute gemeinschaftlich nutzbar und werden es in den folgenden Jahren weiterhin tun. Das Smartphone spielt bei der Nutzbarkeit der Sharing-Modelle eine zentrale Rolle. Durch digitale Services auf dem mobilen Endgerät haben Nutzer von Sharing Anbietern ihren Schlüssel zu jeder Zeit bei sich und können flexibel entscheiden, wann und wo sie sich fortbewegen möchten – Flexibilität statt Fixkosten.

In Bezug auf Parkplätze verhält es sich ähnlich. Fahrerinnen und Fahrer mit eigenen Autos können schon heute über Apps, wie PARCO, in vielen Städten flexibel Stellflächen digital reservieren, buchen und bezahlen.

Parco App

Abbildung 2: Die PARCO App vereinfacht das Parken in vielen deutschen Städten

Mehr Sicherheit aufgrund der Digitalisierung

Doch nicht nur außerhalb der Fahrzeuge schreitet die Digitalisierung immer weiter voran. Autos an sich werden ebenfalls in die Digitalisierung mit eingeschlossen. Autonomes Fahren ist seit Jahren fester Bestandteil der Forschung und findet bereits vereinzelt seinen Weg auf die Straßen – vom selbstständigen Einparken bis hin zu komplett autonom fahrenden Pkws.

Die Vorteile des autonomen Fahrens liegen vor allem bei der Sicherheit. 90 % aller Autounfälle entstehen durch menschliches Versagen. Durch intelligente Systeme in den Autos können sich die Personen in ihren Autos auf die Kommunikation der Fahrzeuge verlassen. Jedoch wird diese Art der Fortbewegung noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da sich autonome Fahrzeuge noch viele Jahre im Mischverkehr bewegen werden und die Sicherheit der Insassen weiterhin zum großen Teil in der Verantwortung der Fahrerinnen und Fahrer liegen wird.

Aus Konkurrenz wird Zusammenarbeit – Seamless Mobility

Stellt man die Anteile der einzelnen Verkehrsarten, wie zum Beispiel des Radverkehrs, in Bezug zu allen anderen Verkehrsarten dar, spricht man in der Praxis vom Modal Split. Über den Modal Split kann die Politik und die Wissenschaft wichtige Erkenntnisse über den Stand und die Potenziale der Verkehrsentwicklung gewinnen.

Die Anteilswerte der verschiedenen Verkehrsarten können im Personenverkehr entweder in der Anzahl der absolvierten Wege, der beförderten Personen oder der absolvierten Kilometer aufgelistet werden und somit den Marktanteil auf den gesamten Verkehr aufzeigen. Bei dieser Berechnung stehen alle Verkehrsarten, ob zu Fuß, mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in Konkurrenz zueinander. Ziel von Politik und Verkehrswissenschaft ist es jedoch digitale Angebote zu schaffen, die die einzelnen Fortbewegungsarten vernetzen.

Diese Art der Fortbewegung nennt sich Seamless Mobility. Durch die Verzahnung der Fortbewegungsmittel soll nicht mehr in einzelnen Fahrzeugen gedacht werden, sondern in Mobilitätsketten. Dies funktioniert durch die Auswertung von Daten, wie zum Beispiel den Standort von Personen, Autos, Rollern oder sonstigem. Diese liefern nötige Informationen zu diversen Fahrzeugen, Tarifen und Routen und ermöglichen es alles miteinander zu verbinden und über mobile Endgeräte zu buchen – vom kleinen E-Scooter, über Autos bis hin zum Parkplatz.

Fazit – Mobilität im Wandel

Im Zuge der Digitalisierung schreitet auch die Mobilität immer weiter voran. Wachsende Metropolen und zunehmend verstopfte Straßen verlangen nach neuen Mobilitätskonzepten, die die Straßen und Menschen gleichermaßen entlasten. Darüber hinaus entwickeln die Menschen einen nachhaltigeren Blick für die Natur und verlangen immer mehr nach umweltschonenden Techniken, mit denen sie leben und sich fortbewegen können. 

Als Carl Benz 1886 das erste Auto zum Patent anmeldete, war eine Mobilität wie sie heute existiert noch reine Utopie. Seitdem entwickelte sie sich stets weiter und war getrieben von Fortschritt.
Die Zukunft der Mobilität von heute steht vor großen Herausforderungen, aber auch Chancen, um Menschen und Verkehr mithilfe von digitalen Angeboten zu vernetzen. Fahrzeuge werden autonom fahren, Motoren mit grüner Energie laufen und Konkurrenz zwischen verschiedenen Verkehrsarten aussterben. Und all das begann mit dem Patent für das „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“. 

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Quellen:

https://www.zukunftsinstitut.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Auftragsstudien/ADAC_Mobilitaet2040_Zukunftsinstitut.pdf

https://www.automobil-industrie.vogel.de/grosskonzerne-gruenden-wasserstoffallianz-a-573969/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/265995/umfrage/anzahl-der-elektroautos-in-deutschland/#:~:text=Rekordwert%20bei%20der%20Anzahl%20in,mehr%20als%2053.000%20Einheiten%20angewachsen.

alle Quellen zuletzt abgerufen am 12.08.2020