KFW Förderung für Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz - Bis zu 900€ pro Ladepunkt Für mehr Informationen klicken Sie hier

ParkHere Wissen

Mobilität neu definiert – Die Innovationen des letzten Jahres

Das Jahr 2020 war ein überaus bewegtes, obwohl es von zuvor nie dagewesenen Zwangspausen geprägt war. Speziell im Bereich Mobilität hat sich einiges getan: Ob Elektromobilität, autonomes Fahren, Vernetzung oder smartes Parken – bei fast allen zukunftsgerichteten Mobility-Themen gab es Innovationen, Fortschritte oder bemerkenswerte Entwicklungen. In viele davon war ParkHere involviert.

Obwohl die Welt von einem Virus heimgesucht wurde, das die Wirtschaft und das soziale Leben über einige Zeit zum Erliegen brachte – und zeitweise immer noch bringt –, war 2020 kein Stillstandsjahr. Im Gegenteil: Vieles nahm gewaltig Fahrt auf. Der digitale Wandel etwa machte in Deutschland einen Quantensprung, und auch die Verkehrswende zum emissionsfreien Fahren kam mit großen Schritten voran. Vor allem aber gab es in der innerstädtischen Mobilität Veränderungen mit Meilensteincharakter. Diese fanden im Wesentlichen in vier Bereichen statt: Elektromobilität, autonomes Fahren, Verkehrsmittelverknüpfung und Parken.

Elektromobilität

Zwar ist das Jahr noch nicht ganz zu Ende ist, aber schon jetzt zeichnet sich ein neuer Rekordwert für die Zahl neu zugelassener Elektroautos in Deutschland ab. Mit rund 150.500 batterieelektrischen Fahrzeugen – also Fahrzeugen ohne Verbrennungskomponente – übersteigt die Zahl der diesjährigen E-Auto-Neuzulassungen bis Dezember den Vorjahreswert (63.000) um mehr als das Doppelte. Allein der Renault Zoe, der seit seinem Marktdebüt der meistverkaufte Elektrowagen Europas ist, kam hierzulande bislang auf über 20.000 Neuzulassungen. Außerdem startete dieses Jahr die Auslieferung des neuen VW ID.3, mit dem Volkswagen die E-Mobilität massentauglich machen will. Das erste originäre Elektroauto von VW fuhr im August 531 km mit einer einzigen Batterieladung und stellte damit einen Reichweitenrekord für elektrische Kleinwagen auf. Auch die Ladeinfrastruktur verbesserte sich 2020 enorm: Zum Ende des Jahres liegt die Anzahl der Ladestationen in Deutschland bei rund 21.200. Im letzten Quartal 2019 hatte sie noch bei etwa 17.600 gelegen. Die weitaus meisten Stationen wurden in nicht öffentlichen Park-Arealen eingerichtet, weil immer mehr Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Lademöglichkeiten anbieten. Zu dieser Entwicklung trägt auch ParkHere bei, denn seit dem Frühjahr gibt es eine von ParkHere in Kooperation mit dem E-Mobility-Systemanbieter has·to·be entwickelte Parken-und-Laden-Komplettlösung. Sie ist in dieser Form neu auf dem Markt.

Autonomes Fahren

Das von künstlicher Intelligenz gesteuerte Fahren ist sicher eines der interessantesten Mobility-Themen. Der Technologie-Wettbewerb für autonomes Fahren ist in vollem Gange, und wenn hier bislang auch die USA führend sind, so ist Deutschland doch im Begriff aufzuschließen. Schon heute sind außer den Google-Roboterautos im Silicon Valley selbstfahrende Mercedes-S-Klassen als Taxis unterwegs, die zwischen dem westlichen Stadtteil von San Jose und dessen Stadtzentrum hin und her pendeln. Bestellt werden kann der Mitfahrservice per App. Und Mercedes ist auch auf deutschem Boden in Sachen autonomes Fahren aktiv: Im Sommer präsentierte die Daimler AG in einem Stuttgarter Parkhaus das gemeinsam mit Bosch entwickelte „Automated-Valet-Parking“-Konzept. Bei diesem stellt der Autofahrer sein Fahrzeug einfach vor dem Parkhaus ab, das Auto fährt dann selbstständig in das Parkhaus ein und sucht sich dort einen Parkplatz. Die Steuerung erfolgt über Kameras und Sensoren. Das Konzept ist noch nicht marktreif, es hat aber großes Potenzial. Weiter fortgeschritten ist da schon der autonome ÖPNV. 2020 ließen mehrere deutsche Städte erstmals den Probebetrieb von selbstfahrenden Elektrobussen zu, zum Beispiel Drolshagen im Kreis Olpe, Osnabrück und Monheim am Rhein. Außerdem startete in Baden-Württemberg im Oktober das Projekt LieferBot-E, mit dem autonomes Fahren und automatische Paketzustellung kombiniert werden. Ein mechatronischer Paketkasten, der auf einem fahrerlosen E-Fahrzeug fixiert ist, bringt Pakete selbstständig von einem Warenlager zum Besteller. Das E-Fahrzeug wurde von SEW Eurodrive konstruiert, der Paketkasten entstammt den Forschungslabors des Instituts für Fördertechnik und Logistiksysteme am Karlsruher Institut für Technologie.

Verkehrsmittelverknüpfung

Die Verknüpfung von Verkehrsmitteln ist der Anfang einer Entwicklung, an deren Ende die flächendeckende Etablierung eines datenbasierten Verkehrsökosystems steht. Dieses Verkehrsökosystem besteht aus Autos, aus öffentlichen Verkehrsmitteln, aus Shared-Mobility-Verkehrsmitteln (wie Shuttle-Bussen und Mietautos) und aus Mikroverkehrsmitteln (wie Mietfahrrädern, E-Rollern und E-Scootern). Innerhalb des Systems können die Nutzer immer dasjenige Verkehrsmittel oder diejenige Verkehrsmittelkombination wählen, das bzw. die für ihren jeweiligen Beförderungsbedarf am zweckmäßigsten ist. Die einzelnen Verkehrsmittel lassen sich dabei mit dem Smartphone über eine App buchen und bezahlen. Ein Beispiel dafür ist bis heute die Jelbi-App der Berliner Verkehrsbetriebe. Es gibt sie seit 2019, und sie ist mit insgesamt 15.000 buchbaren Fahrzeugen derzeit die umfassendste Mobility-as-a-Service-Plattform der Welt. Auch ParkHere leistet einen Beitrag zur Verkehrsmittelverknüpfung: Zusammen mit der Wunder Mobility GmbH und dem ifak (Institut für Automation und Kommunikation) in Magdeburg hatte ParkHere bereits im Jahr 2018 ein Projekt namens PAMIR ins Leben gerufen. Kernstück von PAMIR ist eine Technologie, die stellplatzgenaue Parkplatzbelegungsinformation liefert und Parkplatzreservierung ermöglicht. Das Ziel besteht darin, im Rahmen einer vollkommen digitalen Reiseplanung den Wechsel vom Auto auf ein anderes Verkehrsmittel zu vereinfachen. Nach der ersten Erprobungsphase ist das Projekt PAMIR Anfang 2020 mit Unterstützung der P+R Park & Ride GmbH in München in die Versuchsphase gegangen.

Smartes Parken

Das Thema Parken stand 2020 stärker im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung als jemals zuvor, denn mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und der dadurch verursachten Verschiebung der Mobilität in Richtung Auto trat das latent vorhandene Parknotproblem in den urbanen Ballungszentren überdeutliche zutage. Etliche Städte verzichteten während der ersten Welle der Pandemie sogar auf das Ausstellen von Parkknöllchen, weil die Flut von Pendlerautos die Kapazität ordentlicher Parkplätze bei Weitem überstieg. Das Bestreben der Bundesregierung, den Verkehrsflächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen, ist nicht zuletzt wegen Corona in weite Ferne gerückt. Umso wichtiger ist es da, die zur Verfügung stehende Parkkapazität im Land effizient zu managen. ParkHere kämpft mit seinen Lösungen und Technologien seit Jahren unermüdlich für ressourcensparendes Parken, vor allem im Bereich Corporate Parking. 2020 entschieden sich wieder renommierte Unternehmen für die Implementierung einer ParkHere-Lösung – unter anderem der Giesecke+Devrient-Konzern (G+D) und das Chemieunternehmen Dr. Schnell. G + D stattete seinen Hauptsitz in München mit einem Corporate Parking System für die Mitarbeiterparkplätze aus, und Dr. Schnell implementierte in der Neuen Siederei ein smartes Parkplatzmanagementsystem für Besucher, Beschäftigte und Lieferanten. ParkHere fördert aber auch das smarte Public Parking. Zum 1. Dezember 2020 wurde die App PARCO, die 2018 aus einem Kooperationsprojekt von ParkHere und der SWARCO Traffic Systems GmbH hervorgegangen war, um den „Park-and-Joy“-Service der Telekom erweitert. Damit haben die PARCO-App-Nutzer jetzt Zugriff auf Echtzeit-Parkplatzinformationen aus 130 Städten.

Parco App

Die neue Parco-App wurde um die Services von Park&Joy erweitert.

Ausblick auf die nahe Zukunft

Die nächsten Jahre werden spannend – und zwar im wahrsten Sinne, denn die unmittelbare Zukunft der Mobilität hat vor allen Dingen mit Strom zu tun. Ob neue Elektroautomodelle, neue Ladekonzepte oder Digitalisierung des Parkens: Alles basiert auf Elektrizität und Vernetzung. Sehr interessant ist zum Beispiel das Thema induktives Laden. Dabei müssen die Elektrofahrzeuge nicht mehr an eine Ladestation angeschlossen werden, sondern werden über in den Boden eingelassenen Induktionsschleifen aufgeladen – völlig kabellos. Eine solche Lösung wäre insbesondere für Taxistände ideal, wo die Fahrzeuge lange stehen, aber immer wieder vorrücken müssen; sie eignet sich aber natürlich auch für private Carports und für Kunden- und Besucherparkplätze. Erste Systeme von Nissan, von BMW und von Mercedes sind bereits in der Erprobung, Toyota plant zusammen mit Witricity sogar die Entwicklung eines markenübergreifend funktionierenden Systems. Wie immer aber auch die nahe Mobilitätszukunft aussehen wird: ParkHere wird Teil davon sein und sie in etlichen Bereichen mitbestimmen.

 

Sie möchten regelmäßig Informationen von ParkHere erhalten, dann füllen Sie das Formular aus und bleiben Sie stets über die aktuellen Mobilitätsthemen informiert.