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ParkHere Wissen

Die europäische Mobilitätslandschaft – Von Innovationen geprägt

Die Veränderung des Verkehrs und des Marktes in urbanen Räumen findet bereits statt. Große Automobilkonzerne haben den Wert von Sharing-Modellen erkannt und bieten mittlerweile eigene Dienste und Fahrzeuge, wie SHARE NOW, zur Miete an. Welcher Anbieter sich letztendlich behauptet, wird die Zukunft zeigen.

Bereits im 19. Jahrhundert waren die Menschen auf der Suche nach Mobilitätskonzepten, um die Fortbewegung in den Städten zu erleichtern. London zählte beispielsweise damals zu den drei größten Städten der Welt und erreichte als erste Stadt die Marke von 1 Million Einwohnern. Schon zu dieser Zeit waren die Wege und Straßen Londons verstopft – noch nicht mit Autos, sondern mit Pferdekutschen. Daher suchte man nach einem Konzept, das die Straßen entlastet und entwickelte daraufhin das erste U-Bahn-Netz der Welt. 

Die Pferdekutschen wichen im Laufe der Zeit den Autos und U-Bahnen gehören mittlerweile zum festen Bestandteil jeder größeren Stadt. Doch der steigenden Einwohnerzahl in urbanen Räumen und der damit einhergehenden Menge an Fortbewegungsmitteln halten auch sie kaum noch stand. 

Aus diesem Grund sind Politik und Wirtschaft heute mehr denn je auf der Suche nach intelligenten und zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten, die dem hohen Verkehrsaufkommen standhalten, die Luftqualität erhöhen und die Straßen entlasten. 

Investitionen in Mobility-Konzepte

Bosch, BMW, Daimler – sie alle haben mittlerweile erkannt, dass es unumgänglich ist, sich mit neuen Mobilitätskonzepten auseinanderzusetzen und investieren im großen Stil in Konzepte und Unternehmen der Zukunft. Die E-Mobilität steht hier klar im Fokus. Jedoch wäre der Glaube, E-Motoren seien der einzige Fokus der globaler Marken, falsch. 

Bosch, der Autozulieferer aus Stuttgart, besaß beispielsweise das Start-up COUP, dessen über 5.000 Motorroller in ganz Europa verteilt waren. Aufgrund schlechter Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells hat das in Berlin ansässige Unternehmen aber den Betrieb der Roller Ende 2019 eingestellt. Stattdessen steigt das Unternehmen in den Markt der mobilen Brennstoffzellen ein und bereitet so den Durchbruch der Technik für Personen- und Lastkraftwagen vor. Dafür geht Bosch eine Kooperation mit dem schwedischen Unternehmen Powercell Seden AB ein.

Wesentlich erfolgreicher auf der Straße sind BMW und Daimler mit ihrem Car-Sharing-Projekt SHARE NOW. Dies entstand durch die Fusionierung der beiden Dienste Car2Go und Drive Now, welche bis 2019 konkurrierende Anbieter auf dem Car-Sharing-Markt waren. Das aus einem Joint Venture entstandene Unternehmen ist mit seinen Autos, von denen einige Elektroautos sind, mittlerweile in 14 verschiedenen Ländern zu finden. 

Ob ein Joint Venture zweier großer Rivalen oder Investition in junge Firmen – die großen Traditionsunternehmen der Automobilbranche setzen alles daran nicht den Anschluss auf dem Weg in die Zukunft zu verlieren. 

Ladepunkt für Elektrofahrzeuge

Abbildung 1: DIe E-Mobilität als Teil der Mobilität von morgen

Die neuen Player auf dem Markt

Die europäische Mobilitätslandschaft ist voll von jungen und innovativen Start-ups, welche mit ihren Konzepten die Mobilität, wie sie seit Jahrzehnten existiert, revolutionieren und die Menschen fit für die Zukunft machen wollen. 

Mit ParkHere existiert seit 2015 ein Start-up, welches Unternehmen bei der Bewirtschaftung von Parkplätzen mit innovativen Parkraummanagementsystemen unterstützt. Darüber hinaus verfügt das Münchner Hightech Unternehmen über ein großes Partnernetzwerk aus jungen und etablierten Firmen, um die Mobilität Europas weiterzuentwickeln. 

Wunder Mobility ist beispielsweise ein Technologie-Dienstleister für Unternehmen aus der Automobilindustrie, Start-ups und Städte auf der ganzen Welt. Die verschiedenen Technologielösungen des Hamburger Dienstleisters ermöglichen beispielsweise die Organisation von Pendlerfahrgemeinschaften, das Buchen und Bezahlen von Mietwägen per Handy oder die Bewertung, Planung und Regulierung von Mobilitätsunternehmen. 

Der Verkehrstechnikkonzern SWARCO aus Wattens bei Innsbruck ist zwar schon seit vielen Jahren kein Start-up mehr, arbeitet jedoch seit dem ersten Tag des Firmenbestehens an innovativen Lösungen in den Bereichen Straßenmarkierung, Beschilderung, urbanes Verkehrsmanagement, Parken, Autobahn- und Tunnelmanagement, öffentlichen Verkehr und Straßenbeleuchtung. Darüber hinaus hilft der Konzern beim Aufbau von Ladeinfrastrukturen zur Steigerung der Elektromobilität. 

Das ostwestfälische Unternehmen Marantec produziert bereits seit 1957 innovative Antriebs- und Steuerungssysteme für Garagentore, Dreh- und Schiebetore, Industrietore und Parkschranken. 

Das Ergebnis der Zusammenarbeit von Start-ups mit erfahrenen Technologiekonzernen sind innovative Konzepte, wie Shared Mobility oder Parkplatz Sharing, welche die europäische Mobilitätslandschaft nachhaltig verändern und die Verkehrssituationen auf allen Straßen verbessern. 

Shared Mobility – Flexibilität statt Gebundenheit

Im Schnitt wird jedes Auto eine Stunde pro Tag gefahren. Den Rest der Zeit steht es geparkt auf der Stelle, verliert an Wert und verursacht hohe Fixkosten. Dazu kommt die begrenzte Verfügbarkeit von Parkplätzen im innerstädtischen Raum, was zu einem hohen Verkehrsaufkommen durch den Suchverkehr und dahingehend zu einer größeren Belastung der Luft führt. 

Das Shared Mobility Konzept möchte diesem Umstand entgegenwirken. 

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Wege von Shared Mobility:

  1. Ein Fahrdienst, der von mehreren Personen gleichzeitig genutzt wird. Der bekannteste Player auf diesem Gebiet ist Uber.
  2. Ein Fahrzeug, welches von mehreren Personen zu unterschiedlichen Zeiten genutzt werden kann. Dies muss nicht nur ein Auto sein – auch Motorroller, E-Scooter und Fahrräder fallen in diese Kategorie. 

Die verschiedenen Sharing-Modelle gehören mittlerweile zum Stadtbild jeder großen Stadt in Deutschland. Für das Leben in der Innenstadt bieten die verschiedene Angebote von Shared Mobility eine Vielzahl an Vorteilen, weshalb sich immer mehr Menschen gegen die Anschaffung eines eigenen Wagens entscheiden und auf die Nutzung von Carsharing, Bikesharing und allen anderen umsteigen. 

Zum einen entfallen durch die ausschließliche Nutzung von Sharing-Diensten die monatlichen Fixkosten. Zum anderen haben viele Anbieter Rahmenverträge mit den Stadtverwaltungen über feste Parkplätze, wodurch an vielen Stellen der Stadt die Suchen nach einer Stellfläche entfällt. Darüber hinaus finden immer mehr Kooperationen zwischen öffentlichen Verkehrsbetrieben und Sharing-Mobility-Unternehmen statt, sodass es mittlerweile möglich ist über eine App verschiedene Fahrzeuge zu finden und zu mieten – Flexibilität in der Fortbewegung statt Gebundenheit an ein Fahrzeug.

Die Veränderung des Verkehrs und des Marktes in urbanen Räumen findet bereits statt. Große Automobilkonzerne haben den Wert von Sharing-Modellen erkannt und bieten mittlerweile eigene Dienste und Fahrzeuge, wie SHARE NOW, zur Miete an. Welcher Anbieter sich letztendlich behauptet, wird die Zukunft zeigen. Genauso verhält es sich bei Motorrollern und E-Scootern, welche seit dem Jahr 2019 in den deutschen Städten zu finden sind. 

Bikesharing

Abbildung 2: Sharing Konzepte jeglicher Art sind Teil der Mobilität von morgen

Parkplatz Sharing – Vorteile für beide Seiten

Vom Sharing-Konzept für die Fahrt zum Sharing-Konzept fürs Parken. Parkplatz Sharing ist in Ländern wie Großbritannien oder den USA schon weit verbreitet. In Deutschland hingegen befindet es sich noch am Anfang seiner Entwicklung. 

Prinzipiell geht es beim Parkplatz Sharing darum, mehr Parkmöglichkeiten mit vorhandenen Stellflächen zu schaffen.
Parkplätze von Anwohnern in Wohngebieten stehen meistens tagsüber frei, da sich der- oder diejenige mit dem Auto am Arbeitsplatz aufhält. Genauso verhält es sich mit Mitarbeiterparkplätzen, wenn die Arbeitnehmer im Urlaub, im Homeoffice oder im Wochenende sind.
Das bedeutet, dass diese Stellflächen für mehrere Stunden oder gar Tage ungenutzt und trotzdem nicht verfügbar für andere Autofahrer sind. 

Beim Parkplatz-Sharing können sich Unternehmen und Privatpersonen auf Portalen und Apps anmelden und ihre Stellflächen für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, wenn diese nicht genutzt werden. Das bietet Vorteile sowohl für den Parkplatzinhaber als auch für den Parkplatzsuchenden.  Der Inhaber des Parkplatzes, beispielsweise ein Unternehmen, kann durch die Vermietung der Stellfläche Mehreinnahmen generieren. Der Parkplatzsuchende kann über Apps, wie PARCO schnell und einfach einen geeigneten Stellplatz in der gewünschten Nähe finden und bezahlt nur die reine Parkzeit und keine pauschale Gebühr, wie an einem Ticketautomaten. 

Fazit – Zusammen in die Zukunft

Das Thema Mobilität, besonders in urbanen Räumen, beschäftigt die Politik jedes Landes. Ziel ist es dem stetig steigenden Verkehrsaufkommen in Ballungsgebieten entgegenzuwirken und zukunftsorientierte Konzepte zu entwickeln, die nachhaltig die Lebensqualität der Bevölkerung verbessern. 

Hightech-Unternehmen wie ParkHere und seine Partnerfirmen arbeiten täglich an neuen und innovativen Konzepten, die diese Ziele verfolgen. Für die Politik und etablierte Firmen, wie große Automobilhersteller und -zulieferer, ist es wichtig sich den neuen Themen zu öffnen und gemeinsam mit den neuen Playern auf dem Markt an der Entwicklung zu arbeiten. 

 

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