guy engineering IoT gadget

Das Internet of Things und die Industrie 4.0 sind wichtige Schlagworte der Digitalisierung, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Sowohl etablierte IT-Unternehmen und Großkonzerne als auch innovative Start-ups tummeln sich auf diesem Markt der Zukunft. Erfahren Sie in diesem Artikel, wer die  Top 10 IoT-Start-ups sind und welches Potential weiterhin in der Digitalisierung steckt.

Smart, smarter – Das Internet of Things (IoT) als Wachstumsfeld

Unter dem Begriff “Internet der Dinge” werden Technologien zusammengefasst, welche Geräte miteinander vernetzen und so smart zusammenarbeiten lassen. Das Ergebnis sind Systeme, die sowohl miteinander als auch mit Endgeräten von Verbrauchern kommunizieren können.

Resultat des  Internet of Things, in welchem Dinge zu eigenständigen Akteuren werden, ist oftmals ein Smart Home, bzw. eine Smart City oder smart Industry: Mit Hilfe von intelligenter Software und digital gesteuerter Hardware  können Prozesse überwacht und automatisch gesteuert werden, die zuvor ein Handeln von Menschen erforderten. Dies gilt genauso in einer Wohnung, in welcher das Licht smart angeht, sobald es dunkel wird, wie in einer industriellen Produktion, in welcher die Fertigung mit Hilfe von Sensoren überwacht und gegebenenfalls angepasst wird.

 

Die spannendsten IoT-Start-ups im Überblick

Eine Vielzahl von Start-ups, gerade im deutschsprachigen Raum, hat sich des Themas Internet of Things angenommen. Sieht man sich ihre Tätigkeitsfelder genauer an, wird deutlich, wie facettenreich dieser Bereich ist. Zahlreiche unserer Lebensbereiche sind von der Digitalisierung betroffen und können durch Lösungen aus dem Internet of Things effizienter, praktischer und schneller werden.

guy at a start up conference

Abbildung 1: So sehen die frischen Minds aus: Start-ups treffen sich auf einer IoT-Konferenz

Relayr

2018 gelingt Relayr ein erfolgreicher Exit, als die Munich-Re-Tochterfirma HSB das Start-up für 300 Mio. Dollar übernimmt. Das Unternehmen bietet Komplettlösungen für die Digitalisierung von Produktionslinien, Geschäftsprozessen und weiteren Geschäftsfeldern an. Dabei ist Relayr insbesondere in den Branchen Fertigung, Automobil, Nahrungsmittelverarbeitung und Stromerzeugung aktiv.

EcoG

EcoG ist im Bereich der Zukunftstechnologie Elektromobilität aktiv. Das Start-up, das zu Volkswagens Future Mobility Incubator gehört, bietet ein IoT-Betriebssystem samt offener API für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen. Ziel ist es, für Unternehmen den Betrieb von Ladesäulen zu erleichtern.

vialytics

vialytics hat sich der Straßenerhaltung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz verschrieben. Ein modifiziertes Smartphone, angebracht an der Innenseite der Windschutzscheibe eines Fahrzeugs, nimmt alle vier Meter ein Bild der Straße auf. Die Analyse der Aufnahmen erfolgt automatisch durch einen Algorithmus, welcher Schäden erkennt und georeferenziert.

Gestalt Robotics

Das Berliner Start-up Gestalt Robotics entwickelt KI-gestützte Software für Roboter im Industrie- und Dienstleistungssektor. Der Schwerpunkt des jungen Unternehmens liegt dabei auf KI-gestützter Bildverarbeitung, intelligenter Robotik in der Industrie sowie autonomer Mobilität in der Logistik und adaptiven Assistenzsystemen.

Unifly

Das belgische Start-up Unifly ist im Unmanned Traffic Management (UTM) tätig. Die eigens entwickelte Plattform soll Flugbehörden mit Drohnenpiloten vernetzen, um Genehmigungsverfahren für Drohnenflüge und Flugverbotszonen für Drohnen flexibel und in Echtzeit zu managen.

Indoor 4.0

Für die Industrie 4.0, also die umfassende Digitalisierung der industriellen Fertigung, ist eine smarte Logistik, die auch innerhalb von Gebäuden wie Fertigungshallen präzise funktioniert, essentiell. Hier setzt Indoor 4.0 an: Das Start-up bietet eine Tracking-Lösung an, die auch in Gebäuden funktioniert, und zwar mit einer Genauigkeit von bis zu zehn Zentimetern. Das Ergebnis ist eine optimierte Logistik mit kurzen Suchzeiten und Transportwegen.

Konux

Das Münchner Start-up Konux bietet für Bahnstrecken ein automatisiertes Wartungssystem für Weichen. Diese sind nach Aussage des Unternehmens einer der kritischsten Punkte im Bahnverkehr und müssen zunehmend häufig gewartet werden. Konux bietet mit smarten Sensoren und einer KI-basierten Analyse eine digitale Alternative zur manuellen Inspektion.

Wingtra

Wingtra aus Zürich hat eine Drohne entwickelt, die von der Luft aus geografische und physikalische Daten sammelt. Einsatzgebiete des smarten Geräts sind unter anderem Geoinformationssysteme (GIS), Bergbau, Bau, Landwirtschaft und Umweltbeobachtung.

Nexxiot

Nexxiot, ebenfalls ein Schweizer Start-up, stellt smarte Sensoren her, welche die Lieferketten von Unternehmen optimieren sollen – ob auf dem Land-, Luft- oder Seeweg. Die Sensoren des Unternehmens benötigen extrem wenig Energie und verfügen über ein eigenes Solarpanel, sodass sie über sechs Jahre im Einsatz sein können, ohne dass ein Aufladen notwendig wäre.

High Mobility

Das Berliner Start-up High Mobility vernetzt die Wearables von Autofahrern mit deren Auto – und ermöglicht so unter anderem das Öffnen des Wagens per Gestensteuerung. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise den automatischen Zugriff auf Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Da die Technologie unabhängig von einer Internetverbindung funktioniert, kann sie auch in Tiefgaragen angewandt werden. Aktuell kooperiert High Mobility mit BMW und Mercedes-Benz.

Sowohl Start-ups als auch große Player engagieren sich

Unser Überblick ist keineswegs vollständig, vielmehr soll er einige bestimmte Top-Start-ups im Bereich IoT vorstellen, die intelligente, digitale Lösungen für alltägliche Probleme im Bereich Verkehr, Transport und Logistik anbieten. Es gibt zahlreiche weitere Unternehmen – sowohl Start-ups als auch etablierte Player -, die in der IoT Branche weitere Problemfelder bedienen und mit Ihren Produkten und Lösungen Schwerpunkte setzen. Dazu gehören beispielsweise Wunder Mobility oder ParkHere, die sich dem Thema der intelligenten Parkraumbewirtschaftung angenommen haben. Und auch beim Flottenmanagement setzen inzwischen viele Unternehmen auf smarte Lösungen, wie sie beispielsweise von Vimcar angeboten werden. 

Fazit: Internet of Things wird in Zukunft noch an Bedeutung zunehmen

Auch wenn das Thema Internet der Dinge in den vergangenen Jahren bereits einen regelrechten Hype erlebt hat, dürfte seine Bedeutung in Zukunft noch steigen. Dies haben die Unternehmen auch erkannt, was sich beispielsweise in zahlreichen IoT-Awards niederschlägt, wie den OSRAM IoT Awards.

Insbesondere in den Bereichen Mobilität und Produktion gibt es allerdings weiterhin viel Potential, um Prozesse effizienter, nachhaltiger und smarter zu gestalten. Jetzt ist es an den Unternehmen – Start-ups wie Konzerne gleichermaßen -, sich entsprechend aufzustellen und für die Zukunft des Internets der Dinge zu rüsten.

 

ihre-parksituation

Quellen: 

https://www.starting-up.de/geschaeftsideen/trends/internet-of-things-7-coole-start-ups.html https://www.eu-startups.com/2018/09/10-european-iot-startups-to-watch-in-2018-and-beyond/ 

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wie-das-deutsche-relayr-amerikanisiert-wurde 

https://www.glaesernemanufaktur.de/de/ueber-uns/future-mobility-incubator/unsere-startups.html 

https://etailment.de/news/start-ups/Gestalt%20Robotics-startups-21269 

https://www.deutsche-startups.de/2019/08/07/smartfrog-50-millionen-umsatz/ 

https://www.indoor40.com https://www.industry-of-things.de/iot-startups-von-smart-farming-bis-smart-security-a-885556/

https://www.industry-of-things.de/deutschland-deine-internet-of-things-start-ups-a-532681/

https://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/high-mobility-finanzierung?interstitial

alle Quellen wurden am 22.01.20 abgerufen.